Der Vorsitzende des Seniorenbeirates des Staßfurter Stadtrates, Peter Maier, hat eine positive Bilanz für die zu Ende gegangene Legislaturperiode gezogen. Er will sich bei der anstehenden Wahl noch einmal um den Chefposten bewerben.

Staßfurt l "Uns ist es gelungen ein Sitzbankkonzept für die gesamte Stadt Staßfurt gemeinsam mit den Stadträten von den Linken durchzusetzen, die die Vorlage in den Stadtrat einbrachten. Es wurde einstimmig angenommen. Weiterhin wurden wir von Anfang an in die Gestaltung des Mehrgenrationsspielplatzes in Staßfurt-Nord einbezogen, der mit Hilfe von Sponsorenmitteln und Fördergeldern bereits der Öffentlichkeit übergeben werden konnte", sagte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Peter Maier.

Bestellt worden war die Interessenvertretung der Senioren, die von den Linken initiiert worden war, in der Stadtratssitzung am 17. Juni 2010.

"Danach wurden 32 mal Mitgliederversammlungen einberufen. Ebenso oft tagte der Vorstand. Die Beteiligung der Beiratsmitglieder an den Versammlungen war und ist vorbildlich. Die Mitglieder sind in allen Ausschüssen des Stadtrates präsent, nehmen an den meisten Ortschaftsratsitzungen teil und haben noch keine Stadtratssitzung versäumt", sagte Maier nicht ohne Stolz.

Darüber hinaus sind die Staßfurter Senioren im Kreisseniorenbeirat eingebunden und waren auf der Landesseniorenkonferenz präsent. Sie besuchten und werteten Schulungen und Tagungen zum Thema Demographie und seniorengerechter Wohnungsbau aus.

Auf die Frage, wie es jetzt weiter geht, teilte Maier mit, dass der Seniorenbeirat bis zur neuen Bestellung durch den Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales des Stadtrates weiter arbeitet. Die Bewerbung für den neuen Beirat kann bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Staßfurt Christine Fischmann, im Rathaus erfolgen. Dort ist sie telefonisch unter der Nummer (03 925) 981 207 erreichbar.

Wie Maier sagte, haben bis jetzt bereits 18 Frauen und Männer ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert. Maximal darf der Seniorenbeirat der Stadt Staßfurt 20 Mitglieder stark sein. Maier: "Es gibt kein Bewerbungsende, sondern eine Art Warteliste für Nachrücker. Bei uns Alten kann ja doch mal schnell etwas passieren, was die Aktivitäten stark einschränkt und die Arbeit im Beirat unmöglich macht. Neue Bewerber sollten politisch ausgeglichen sein, die Augen gegenüber Mißständen nicht verschlossen halten und keine Wunder erwarten, denn das Hauptargument, das uns entgegengehalten wird, ist seit Jahrhunderten das Gleiche: ,Kein Geld`."

Er selbst werde natürlich noch einmal für den Vorsitz kandidieren, kündigte Maier an. Er hofft, dass der neue Seniorenbeirat auf dem Gebiet des Öffentlichen Personennahverkehrs, der Absenkung der Bürgersteige, der Errichtung von Behinderten-Toiletten, der behinderten- und altengerechten Zugänglichkeit von Geschäften, Apotheken und Arztpraxen, der Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum und bei der Verbesserung des Radwegenetzes einen Durchbruch erzielt.

"Solange man den Eindruck hat, dass man mit der Stadtverwaltung und dem großen Teil des Stadtrates an einem Strang zieht, macht diese ehrenamtliche Arbeit manches mal sogar Spaß, zumindest wenn man die kleinen Erfolge sieht", sagte Maier.