Die Anwesenheit von Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) bei der Brückeneinweihung in Staßfurt nutzte Gerhard Schnock aus Förderstedt, um ihn um Unterstützung für den Bau eines Radweges zwischen beiden Orten zu bitten. Dafür übergab Schnock rund 900 Unterschriften.

Staßfurt/Förderstedt l "Schon 2007 - in Vorbereitung der Umsetzung der Gemeindegebietsreform - haben die damaligen Bürgermeister von Staßfurt und Förderstedt die Bedeutung dieses Objektes erkannt und in den Gebietsänderungsvertrag aufgenommen. Leider hat sich bis jetzt dazu nichts Konkretes getan", sagte Schnock im Auftrag der Bürgerinitiative Radweg Förderstedt-Staßfurt.

"Förderstedt ist heute als einzige Ortschaft von Staßfurt immer noch nicht mit einem ordentlichen Radweg an die Kernstadt angebunden."

"Förderstedt ist heute als einzige Ortschaft von Staßfurt immer noch nicht mit einem ordentlichen Radweg an die Kernstadt angebunden", fügte der Senior hinzu.

In diesem Zusammenhang verwies Schnock auf eine vor Jahren durchgeführte Verkehrszählung, die angeblich mangels Radfahrer keinen Bedarf für einen Radweg ergeben habe. "Das war auch kein Wunder, da aufgrund des intensiven Kraftverkehrs kaum Radfahrer zu zählen waren, die sich einer Lebensgefahr aussetzen wollten. Deshalb spielt diese Maßnahme offenbar im Landesradwegeplan eine untergeordnete Rolle", so der Förderstedter.

Inzwischen habe sich die Verkehrssituation auf der Landesstraße 72 von Staßfurt nach Förderstedt aber wesentlich intensiviert.

Neben dem enormen allgemeinen Autoverkehr, insbesondere auch durch Laster für den Betrieb des Steinbruchs, der Sodafabrik und der Müllverbrennungsanlage habe sich das Verkehrsaufkommen erhöht. Durch die Transporte zur neuen Biogasanlage in Staßfurt-Nordost werde sich das Ganze noch weiter verschärfen.

Nur der umsichtigen Fahrweise vieler Kraftfahrer sei es wohl zu danken, dass bisher den Radfahrern noch nichts Ernsthafteres passiert sei, sagte Schnock. Er berichtete weiter darüber, dass er und seine Mitstreiter der Bürgerinitiative in der letzten Zeit wohlwollend das Engagement der Kommunalpolitiker und der Parteien der Stadt zur Kenntnis genommen haben, die dieses wichtige Vorhaben in ihre Programme aufgenommen haben. Schnock: "Doch letztlich muss die Landesregierung diese Maßnahme realisieren."

Um ihre Forderung nach einer sicheren und möglichst schnellen Verbindung zwischen Staßfurt und Förderstedt für die Radfahrer zu unterstreichen hatte die Bürgerinitiative in den vergangenen Wochen und Monaten dafür insgesamt 903 Unterschriften gesammelt.

Die entsprechenden 37 Listen und einen Brief der Bürgerinitiative übergab Schnock Verkehrsminister Thomas Webel im Beisein von Landrat Markus Bauer (SPD), Oberbürgermeister René Zok (parteilos) und der Staßfurter Salzfee auf der neuen Bodebrücke persönlich.

"Weiterhin haben wir dieser Petition neun Kopien einiger Artikel der Volksstimme hinzugefügt, die die Problematik zusätzlich veranschaulichen."

"Damit haben sich möglicherweise fast alle Radfahrer für dieses Erfordernis ausgesprochen, was auch Ausdruck ist, wie dringend der Radweg herbeigesehnt wird", sage der Senior. Er glaubt, den Verkehrsminister aufgrund der Vielzahl von Unterschriften sowie durch die von ihm vorgebrachten Argumente von der Notwendigkeit dieses Verkehrsprojektes überzeugt zu haben, argumentierte Gerhard Schnock.

"Weiterhin haben wir dieser Petition neun Kopien einiger Artikel der Volksstimme hinzugefügt, die die Problematik zusätzlich veranschaulichen", sagte Schnock und bat Webel dringend um eine beschleunigte Realisierung des Radweges von Staßfurt nach Förderstedt. "Um operativ und schnell auf sich ergebende Finanzierungsmöglichkeiten reagieren zu können, sollte sofort die Planvorbereitung eingeleitet werden", schlug er vor und empfahl Webel auf seine Mitarbeiter einzuwirken, nicht nach Schönheitsfehlern in den Unterschriftenlisten zu suchen oder teure Gutachten zu organisieren, sondern ganz einfach den Willen der Bürger zu akzeptieren.

Die Mitglieder der Bürger-initiative sowie die Unterzeichner der Petition wären sehr dankbar, bald über die von Webel eingeleiteten Schritte positiv in Kenntnis gesetzt zu werden, sagte Schnock.