Auf seiner Sommertour machte der Bundestagsabgeordnete Kees de Vries (CDU) gestern Station in Staßfurt. Dort besuchte er das Technische Hilfswerk, die Firma RiRo-Speiseservice und die Kleingartenanlage Am Knüppelsberg.

Staßfurt l "Ich mache die Sommertour in meinem Wahlkreis, um zu zeigen: Wenn ihr mich braucht, bin ich hier", sagte der CDU-Politiker.

"Ich will nicht in Berlin oder Zuhause rumhocken, sondern die einfachen Menschen besuchen und hören, was läuft."

Zudem wolle er die Sommerpause des Deutschen Bundestages nutzen, um noch besser mitzubekommen, was vor Ort passiere und vor allen Dingen Firmen und Einrichtungen kennen lernen.

"Ich will nicht in Berlin oder Zuhause rumhocken, sondern die einfachen Menschen besuchen und hören, was läuft", sagte de Vries, der vom CDU-Fraktionschef des Stadtrates, Heinz Czerwienski, und vom Staßfurter Oberbürgermeister René Zok (parteilos) begleitet wurde. Der Landtagsabgeordnete Peter Rotter (CDU), der ebenfalls mit dabei sein sollte, hatte sich krankheitshalber entschuldigt.

Am Morgen wurde de Vries zunächst vom Chef des Ortsverbandes Staßfurt des Technischen Hilfswerkes (THW), Christian Wieser, empfangen. Er stellte dem Gast aus Berlin bei einem Rundgang die umfangreiche Technik vor und berichtete, dass die Kameraden des THW Staßfurt im vergangenen Jahr aktiv im Hochwassereinsatz waren.

Für die Technik, die dabei beschädigt wurde, habe man eine Entschädigung bekommen.

"Ich habe mich gefreut, mal einen Termin zu haben, bei dem nicht um Geld gebettelt wurde, wie das oft der Fall ist."

"Durch dieses Gespräch habe ich verstanden, wie das THW aufgebaut ist", sagte Kees de Vries und fügte hinzu: "Ich habe mich gefreut, mal einen Termin zu haben, bei dem nicht um Geld gebettelt wurde, wie das oft der Fall ist."

Das leidige Thema Geld spielte auch bei der Besichtigung der gegenüber liegenden Firma RiRo Staßfurter Speiseservice GmbH eher eine untergeordnete Rolle. Bei einem Rundgang durch die Großküche mit Geschäftsführer Gordon Höltge ging es eher um die Kosten, zum Beispiel für die Versorgung der Kinder mit Schulmilch und -obst.

"Für mich war wichtig, dass mir Gordon Höltge alles dazu im Detail erklärt hat, denn in meinem Bundestagsausschuss wird oft über dieses Thema gesprochen. In Staßfurt ist mir deutlich geworden, dass die Versorgung viel intelligenter gemacht werden muss. Wir können hier Geld sparen zum Wohl der Kinder", sagte der Christdemokrat.

Mit Erstaunen nahmen er und seine Begleitung zur Kenntnis, dass das Unternehmen an 365 Tagen im Jahr besetzt ist und wochentäglich rund 4000 Mittagsmahlzeiten für die Kinder in den Tagesstätten und Schulen sowie für die Senioren und andere Kunden produziert.

Sonnabends und sonntags verlassen immerhin noch 1000 Portionen für die Menschen in den Heimen den Betrieb, der einschließlich der Ausgabekräfte in den Schulen und Einrichtungen insgesamt 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Qualität der RiRo-Speisen wissen nicht nur heimische Abnehmer zu schätzen, sondern auch Kunden von Magdeburg bis Halle.

Stolz ist der Geschäftsführer darauf, dass das Staßfurter Unternehmen eine Ausschreibung der Stadt Halberstadt gewinnen konnte und damit ab dem 1. September täglich insgesamt 14 Tagesstätten der Vorharz-Metropole beliefern kann.

Zum Leistungsspektrum des Betriebes, dessen Mitarbeiter um 5 Uhr beginnen, gehört auch der Partyservice.

"Ich finde es klasse, dass RiRo im Wettbewerb mithalten kann für das kleine Geld, das der Betrieb am Ende verdient, denn die Schulspeisung wird nicht hoch bezahlt. Damit muss er zurecht kommen", lobte de Vries. Die Zahl von 80 Beschäftigten sei für Staßfurt eine Nummer. "Alle Achtung", so der knappe Kommentar des Bundestagsabgeordneten.

Der CDU-Fraktionschef des Stadtrates, Heinz Czerwienski, äußerte sich erfreut darüber, dass Kees de Vries eine Sommertour durchführt, um sich an Ort und Stelle persönlich zu informieren und auch auf Probleme hingewiesen werden zu können, die er mitnehmen und im Bundestag klären lassen kann.

"Ich finde es spitze, was das Staßfurter Unternehmen so alles leistet. Das kommt hier gut an".

Erfreut war Czerwienski auch darüber, wie sich der Speiseservice in den vergangenen Jahren entwickelt hat, den er schon seit Jahren kennt. "Er hat sich sehr gut gemausert und ist ein wesentlicher Faktor für unsere Stadt geworden", sagte der Kommunalpoltiker.

RiRo leiste nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bürger, insbesondere der Kinder und Senioren, sondern sei auch im gesellschaftlichen Bereich sehr aktiv. Damit spielte Czerwienski auf die Feier an, die alljährlich am Nationalfeiertag Deutschlands rund um das Gelände von THW und RiRo stattfindet. "Ich finde es spitze, was das Staßfurter Unternehmen so alles macht. Das kommt hier gut an", so das Urteil des Fraktionschefs.

Letzte Station von Kees de Vries in Staßfurt war gestern ein Besuch der Kleingartenanlage Am Knüppelsberg. Dort gab es ein Treffen mit Vereins-chef Hans-Joachim Kollath und einen Rundgang durch die Gartenanlage.

Kollath nutzte das Wiedersehen, um sich bei dem Bundestagsabgeordneten für seine Unterstützung des Gartenfestes bedanken, für das Kees de Vries ein Fass Bier spendiert hatte.