In Hecklingen freut sich der Rassegeflügelzuchtverein über eine Freundschaft. Seit vielen Jahren pflegen Züchter Kontakt zum Partnerverein in Hille-Mindenerwald (Nordrhein-Westfalen). Am Wochenende gab es ein Wiedersehen zur Sommerschau in Hecklingen. Natürlich reisten die Geflügelfans nicht ohne ihre gefiederten Schönheiten an.

Hecklingen l Geflügelzüchter Rolf Arnhold geht durch die Reihen der Ausstellung. Die Sonne scheint und unter schattigen Bäumen scheint es den Tieren auf dem Gelände des Rassegeflügelzuchtvereins in der Hecklinger Karlstraße gut zu gehen. Hühner gackern. Tauben und Zwerghühner sind ebenfalls zu sehen. Alles in allem sind an diesem Tag 139 Tiere ausgestellt. "Hier haben wir eine ganz alte deutsche Rasse. New Hampshire", erklärt er, dass es sich bei den braunen Prachtexemplaren im Stall um starke, legefreudige Tiere handelt.

Was aber ist eigentlich eine Sommerschau? "Jungtiere und Alttiere sind zugelassen", weiß der Hecklinger. Rolf Arnhold, der zugleich Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes Aschersleben-Staßfurt ist, erklärt eine weitere Rasse: "Das sind Vorwerkhühner. Das waren früher Bauernhühner, ebenfalls sehr legefreudig. Kennzeichnend sind schwarzer Hals und Schwanz."

Etwas exotischer sieht es einige Meter weiter im nächsten Gang aus. Schwarz-weiß gestreift wie ein Zebra wirkt das Gefieder der Zwerg-Wyandotten. Die gefiederten Schönheiten gehören Heinz Finke. Zusammen mit weiteren Mitgliedern seines Vereins aus Hille ist er extra zur Sommerschau über 200 Kilometer nach Hecklingen gefahren. Das Wiedersehen liegt ihm und den anderen am Herzen. Einmal im Jahr hat der Besuch Tradition. Heinz Finke legt den Arm um Rolf Arnhold. Die Beiden sind Freunde. Die Erfahrung des gemeinsamen Hobbys verbindet. Rolf Arnhold, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, ist seit 1950 Geflügelzüchter. Heinz Finke berichtet, dass er vor 55 Jahren damit begann. Viele ihrer Erfolge wurden schon mit Pokalen und Urkunden geehrt.

Und warum begeistert sie das Hobby immer wieder aufs Neue? "Das Interesse für die Tiere ist einfach zu groß", antwortet Rolf Arnhold. Er spricht die Vielfalt an und kommt dabei ins Schwärmen. Über 140 Rassen gibt es allein schon bei den Hühnern. "Es macht einfach Freude, sich damit zu beschäftigen", fügt Heinz Finke an.

Und auch wenn die Besucherzahlen zur Sommerschau höher sein könnten, ist der Verein zufrieden und dankbar zugleich. Jeder, der am Wochenende kam, wurde gern empfangen. Derzeit sind 24 Mitglieder im Verein aktiv. Dazu gehören vier Jugendliche. Rolf Arnhold: "Entscheidend ist, dass die Zuchtfreunde den Mut nicht verlieren und sich am Gelingen der Vereinsarbeit betätigen."

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