Der Jugendclub auf dem Gelände der Domäne in Groß Börnecke kann im Moment nicht genutzt werden. Das Haus muss verschlossen bleiben, weil ein Betreuer fehlt. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass die Jugendlichen sich davor treffen müssen, weil sie nicht rein können.

Groß Börnecke l Die kalte Jahreszeit rückt mit großen Schritten immer näher. Im Moment können Jugendliche aus Groß Börnecke sich vor ihrem Club verabreden. Auch wenn sie lieber rein gehen würden, lässt die Witterung das Treffen im Freien noch zu. Bald sieht es anders aus. "Wie geht es jetzt hier weiter?" Mit dieser Frage richtete die Vorsitzende des Kultur- und Sozialausschusses Marina Feldheim (Wählergemeinschaft Hecklingen) aus Groß Börnecke auf der zurückliegenden Beratung des Stadtrates das Wort an Hecklingens Bürgermeister Hans Rüdiger Kosche.

Der Rathauschef informierte, dass er zusammen mit der Ortsbürgermeisterin einen Termin beim zuständigen Jobcenter des Salzlandkreises vereinbart hat. Dort werden die Stellen für Beschäftigungsmaßnahmen vergeben. Auch für die Betreuung von Jugendeinrichtungen werden Leute vermittelt.

Die Hoffnungen der Stadt ruhen jetzt darauf, über das Gespräch mit der Leiterin des Jobcenters jemanden zu finden, der Verantwortung übernehmen kann und möchte. Allerdings stellte sich am Freitag heraus, dass der früheste Termin im Jobcenter erst für Oktober vereinbart werden konnte. Im Stadtrat wurde unabhängig davon die Frage diskutiert, ob ehrenamtliche Helfer einspringen können. Aus vielen Wortmeldungen wurde deutlich, dass die Mitglieder ein großes Interesse daran haben, jemanden zu finden, der langfristig Verantwortung übernimmt und entsprechende Voraussetzung mitbringt, die für die Kinder- und Jugendarbeit nötig sind.

Hans Rüdiger Kosche informierte die Räte, dass alle Bewerber ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen müssen. Außerdem sei bei Interesse eine Schulung angedacht.

Der Stadtchef sprach weiterhin eine Lösung an, die im Moment als Alternative verhandelt wird. Dabei geht es um eine Zusammenarbeit mit der Klusstiftung im benachbarten Schneidlingen. Kosche wollte aber noch nicht konkret werden, weil Gespräche derzeit laufen. Personal, das über diesen Weg kommen könnte, scheint aber längerfristig angedacht zu sein. Stadträtin Petra Pollnow (WGH) brachte den Vorschlag ein, Leute über den Bundesfreiwilligendienst als Betreuer in den Club zu holen.

Der Stadtrat spekulierte auch, warum das Jobcenter keine Leute für Groß Börnecke findet. Möglicherweise hängt das mit den späten Öffnungszeiten des Clubs zusammen, so der Bürgermeister.