Brumby l Pfarrer Gottfried Eggebrecht würdigte während der Feierstunde zum 90-jährigen Bestehen der Brumbyer Feuerwehr vor Kameraden, Einwohnern und Gästen, dass es sich die Wehr jederzeit zur Aufgabe macht, Menschen in Not zu helfen. "Feuerwehrdienst ist Dienst am Menschen," sagte Eggebrecht, "Dienst kommt von dienen: Aber heute machen es sich immer mehr Menschen zu eigen, statt dienen bestimmen zu wollen." Das Dienen in der Feuerwehr sei aber erhalten geblieben und so stärke sie den christlichen Gemeinsinn in einer Dorfgemeinschaft. "Gott möge sie beschützen in ihrem Dienst."

Wehrleiter Uwe Göllner blickte auf die Entwicklungsetappen der Wehr zurück. "Sieben Wehrleiter haben seit dem Gründungstag am 24. September 1924 mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz für den Fortbestand der Wehr gesorgt." Das waren W. Kahse, K. Aue, K. Strelicke, H. Belau, E. Bulla und A. Hellige. Göllner übernahm 1999 das Amt.

Das erste kleine Spritzenhaus in der Ringstraße existiert noch, Dokumente aus der Zeit bis 1931 dagegen nicht mehr. Deshalb sei auch nicht mehr nachzuvollziehen, wie ein Großbrand in Brumby 1929 bekämpft wurde. Bis 1952 hatte die Wehr eine Handspritze und eine Tragspritze TS4. Dann gab es modernere Technik, aber erst ab 1972 war man fahrbereit, wenn auch als Zugmittel zuerst ein Traktor der LPG diente.

1977 konnte nach Umbau ein neues Gerätehaus - das heutige - bezogen werden. 1978 gab es ein erstes Löschfahrzeug, 1984 ein zweites moderneres. Das tauschte man 1987 gegen einen LO 3000, der heute noch zum Bestand gehört. Zu seinem ersten größeren Einsatz kam das Fahrzeug 1990 bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus. Weitere Ereignisse in den 90-er Jahren waren die Gründung der Frauengruppe 1994 und 1996 die Mitwirkung bei der Bekämpfung des Chemieunfalles in Schönebeck eine ganze Woche lang. 2001 wurden nach Umbau Gerätehaus und Fahrzeughalle bezogen, die den heutigen Ansprüchen genügen. Mit der Eröffnung der A 14 im Jahre 2000 erhielt die FFW Brumby die Verantwortung für einen Streckenabschnitt im Ernstfall. Bis heute fuhren die Kameraden 171 Einsätze zur Hilfeleistung. Inzwischen waren auch 2004 die Jugendgruppe und 2009 die Kinderwehr gegründet worden. Im Anschluss verlas Göllner noch eine lange Liste von Sponsoren und Unterstützern, denen er ebenso wie seinen Kameraden für ihren Einsatz herzlich dankte.