In der Grundschule An der Wasserburg Egeln wurden am Sonnabend die neuen Schüler aufgenommen. Mit einem Programm nahmen die großen Schüler ihnen die Aufregung vor der ersten Stunde.

Egeln l Die Sitzplätze in der neu gestalteten Aula im Schulzentrum Egeln reichen am Sonnabendvormittag nicht aus, um allen Verwandten und Eltern Platz bei der Einschulungsveranstaltung zu bieten. Stehend verfolgen viele das Programm zur Einschulung.

Die Schüler der oberen Klassen und sogar ehemalige Grundschüler bereiten den Neuankömmlingen in der Grundschule einen herzlichen Empfang. Mit Liedern und einer Tiergeschichte schildern sie den Mädchen und Jungen, worauf es in den nächsten Jahren ankommt.

Anschließend begrüßt Schulleiterin Mandy Nagel die neuen Schützlinge. Warum sie eigentlich hier seien, erkundigt sie sich. Es dauert eine Weile, bis den Kindern eine passende Antwort darauf einfällt. "Weil heute Einschulung ist", ruft ein Junge. "Weil wir heute richtig feiern wollen", ergänzt ein anderer.

Zusammen mit den 40 Kindern packt sie anschließend eine Schultüte. Dabei kommt es ihr auf die Bedeutung der Dinge an, wie sie zeigt. Ein kleiner Kiesel steht dabei für die Ferien, die Zeit am Meer oder am See, sagt sie.

Dann übernehmen die Lehrerinnen Astrid Heimlich und Kathrin Gernegroß ihre Klassen. Während die Eltern auf den Pausenhof strömen, machen sich die Schüler in Zweierreihe und Hand in Hand auf den Weg durch den Schulkomplex in ihre neuen Klassenräume.

Modernes Schulzentrum

Die Lehrerinnen haben kleine Namensschilder auf den Tischen verteilt. Jedes Kind kann sich selbst seinen Platz suchen. Obwohl sie noch nicht lesen und schreiben können, wissen die Kinder, wie ihr Name geschrieben wird. Nach wenigen Sekunden sitzen alle auf ihrem Stuhl. Auf den Tischen stehen Teller mit Russisch Brot. Jedes Kind soll einen Buchstaben aus seinem Namen vom Teller fischen, schlägt Astrid Heimlich vor. Schnell halten die Kinder meist den Anfangsbuchstaben ihres Vornamens in der Hand.

Dann gibt es die Stundenpläne. Die können die Schüler später im Ranzen verstauen. In den kommenden Tagen werden die neuen Schüler erst einmal ihre Schule näher kennen lernen.

In einem modernen Schulzentrum werden sie die kommenden Jahre verbringen. Nach Jahren des Umbaus ist die Sanierung des Schulkomplexes nun endlich fertig, atmet die Schulleiterin sichtlich auf. Eine moderne Aula haben die Grund- und Sekundarschule erhalten. Das sei schon eine tolle Arbeitsatmosphäre, meint sie. Probleme bereiten den Schülern allerdings die schwer bedienbaren Brandschutztüren, die überall im Gebäude installiert wurden. Vor den Klassenräumen der ersten Klassen sollen Stühle auf dem Flur verhindern, dass die schweren Türen von allein zufallen. Dabei hätte es andere Möglichkeiten gegeben, betont die Schulleiterin. Aus finanziellen Gründen seien diese aber nicht umgesetzt worden, bedauert sie.

Nach der kleinen Unterrichtsstunde packen die Schüler ihre Schultaschen. Der neue Stundenplan darf natürlich nicht fehlen. Auf dem Schulhof bekommen die Kinder endlich ihre Schultüten. Aufgebaut stehen die Schultüten für jede Klasse auf einem Gerüst. Die Kinder bilden darum einen Kreis. Nach und nach erhält jeder Schüler seine Schultüte von der Lehrerin.

Dann ist der offizielle Teil der Einschulung vorbei. Glücklich verlassen die kleinen Schüler mit ihren Eltern das Gelände, um den Beginn des neuen Lebensabschnittes richtig zu feiern. Heute beginnt für sie der Ernst des Lebens. Langsam werden die Lehrer die Schüler daran gewöhnen, sich für längere Zeit zu konzentrieren.

Natürlich starten ebenfalls gleich das Lesen und Schreiben. In den kommenden Wochen lernen de Mädchen und Jungen die Buchstaben der Reihe nach kennen. Mit etwas Anstrengung, Fleiß und Ausdauer können die ersten Schüler dann um Weihnachten schon die ersten Sätze lesen.

 

Bilder