Die Einschulung wurde am Sonnabend in Güsten im fast aus allen Nähten platzenden Saal des Bürgerhauses ganz groß gefeiert. Dieses Mal wurden 37 Mädchen und Jungen im Beisein ihrer Eltern, Großeltern und Geschwister in die Grundschule der Stadt aufgenommen.

Güsten l Schulleiterin Dagmar Rheinländer begrüßte die Abc-Schützen zu ihrem großen Tag, an dem viel Neues auf sie zukommen dürfte. Dass das Lernen in Güsten viel Spaß machen kann, machte das kleine Programm deutlich, das Chorleiterin Bettina Harz mit dem Schulchor Güstner Rüpel und mit der Theatergruppe extra zu diesem Anlass einstudiert hatte. Die fröhlichen Lieder sollten den Kleinen Mut machen - wie dem kleinen Bären, der anfangs sagte, Schule sei nichts für ihn, sich dann aber doch für die schönen Schulbücher interessierte. Noch nicht ganz so sattelfest erwiesen sich die Abc-Schützen beim Märchenraten. "Das sollten die Eltern oder Großeltern öfter mal mit den Kindern üben", bat Bettina Harz. Für jede richtige Antwort bekamen die Erstklässler eine kleine Zuckertüte. "Alle Lehrer haben euch lieb. Und wenn es euch nicht gut geht, geht ihr auf den Flur und sucht euren Namen auf dem Pappstern", sagte Bettina Harz, bevor sie mit dem Chor den von ihr umgetexteten Song "Ein Stern, der Deinen Namen trägt" anstimmte.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saale-Wipper, Steffen Globig, überbrachte die Grüße des Rates und der Verwaltung. Er dankte den Lehrern und Schülern für die fast schon fernsehreife Aufführung des Einschulungsprogramms. "Das war ganz toll", lobte Globig. Nun komme die Zeit, wo die Eltern ihre bisher wohlgehüteten Kinder loslassen und selbständig werden lassen müssen. "Begleiten Sie Ihre Kinder dabei mit Respekt und Mühe. Hören Sie ihnen zu, wenn sie nach Hause kommen", empfahl Globig.

Und mit Blick zu den Abc-Schützen sagte er, die Erwachsenen hätten unrecht, wenn sie immer wieder sagen, heute beginne für die Kinder der Ernst des Lebens. "Denn das Lernen macht richtig viel Spaß in eurer neuen Schule in Güsten", sagte Globig. Zur Freude der Kinder war der Kommunalpolitiker nicht mit leeren Händen in das Bürgerhaus gekommen. Globig hatte für jede Zuckertüte einen Satz Buntstifte mitgebracht.

Wenige Minuten später versammelten sich die 37 Einschüler vor dem Tor des Bürgerhauses, um gemeinsam zu ihrer künftigen Wirkungsstätte zu gehen. Angeführt wurde der kleine Umzug durch die Stadt von der Schalmeienkappelle Bernburg. In der Grundschule hatten die Erstklässler dann Gelegenheit, ihre Klassenlehrerin, ihr Klassenzimmer und ihren Sitzplatz kennen zu lernen. Am Nachmittag wurde dann groß in Familie gefeiert.

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