Zusammen mit ihren Mitgliedern, Mietern und Geschäftspartnern feierte die Wohnungsbaugenossenschaft zu Staßfurt am Sonnabend ihr 60-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass präsentierte Vorstandschef Hagen Ring-ström eine eindrucksvolle Bilanz.

Staßfurt l Das im Jahr 1913 als Wohnungsbauverein Leopoldshall gegründete Unternehmen, das seit 1990 als Wohnungsbaugenossenschaft zu Staßfurt firmiert, kann sich sehen lassen. "Es verfügt heute über insgesamt 2126 vermietbare Wohnungen, darunter 1835 in Staßfurt, 185 in Egeln und 106 in Löderburg", sagte Ringström. Die Mitgliederzahl gab er mit 2249 an. "Bei uns gibt es keine Eigenbedarfskündigungen und ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis sowie kostenlose Bagatellreparaturen und einen kostenlosen Havariedienst", fügte er hinzu.

Die Leerstandsquote ist mit 9,3 Prozent für sachsen-anhaltische Verhältnisse relativ niedrig.

Nicht ohne Stolz verwies der Vorstandsvorsitzende auf den Jahresabschluss 2013. Da konnte die Genossenschaft ein Guthaben von 2,256 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von 164 000 Euro vorweisen.

Mit insgesamt 4135 Aufträgen an Gewerbebetriebe in Staßfurt und in der Umgebung und einem Investitionsvolumen von 2,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr hat sich die Genossenschaft auch als bedeutender Arbeitgeber etabliert. Und das obwohl in den vergangenen Jahren insgesamt 486 Wohnungen abgerissen werden mussten.

Möglich wurde das Engagement der Genossenschaft, dadurch dass sie innerhalb von 14 Jahren 18,2 Millionen Euro Schulden getilgt hat. "Dadurch haben wir Investitionsmöglichkeiten in die Zukunft geschaffen", sagte Ringström und kündigte die Fortsetzung der Dienstleistungsoffensive an.

Dazu gehört zum Beispiel, die in der DDR-Zeit entstandenen Plattenbauten, die preiswerten Wohnraum bieten, nicht komplett zu entfernen, sondern durch die Stillegung oder den Abriss der oberen Etagen, den Einbau von Fahrstühlen sowie von Balkonen attraktiver zu machen.

Aber auch im sozialen Bereich ist das, was die Genossenschaft für ihre Mieter und die Bürger tut, beispiellos. Für sie werden zum Beispiel Ausflüge organisiert. Und für die Erholung stellt das Unternehmen einen Bungalow in Plau am See mit Pool für 15 Euro pro Tag zur Verfügung, der das ganze Jahr über ausgebucht ist. Ähnlich sieht es an den Wochenenden mit dem Partyraum mit Übernachtungsmöglichkeiten aus. Sogar ein Begrüßungsgeld von 25 Euro zahlt die Genossenschaft den Mietern für jedes Baby.

Der Vorstandschef nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Beschäftigten und Partnern, die zum Erfolg der Genossenschaft beigetragen haben, zu bedanken.

Oberbürgermeister René Zok sprach von einer Erfolgsgeschichte. Er dankte dem Unternehmen für seine Teilnahme am Stadtumbau und seine Unterstützung von gesellschaftlichen Aktivitäten, zum Beispiel für die Umsetzung des Sitzbankkonzeptes. Das ist nicht selbstverständlich, so Zok.