Dank Eigeninitiative von Eltern und Sportfreunden des SV Grün-Weiß können die Grundschüler in Giersleben nun doch zum Schuljahresbeginn in frisch renovierten Klassenräumen lernen. Und der Schülertransport für Neundorf und Plötzkau klappt ebenfalls. Sicher nicht ohne das Durchsetzungsvermögen des Giersleber Bürgermeisters.

Giersleben/Güsten l "Der Schulbus-Verkehr für die Kinder aus Neundorf und Plötzkau klappt. Die Busse sind pünktlich." Schulleiterin Marina Groß kann nichts anderes sagen. Die 32 Neundorfer fahren mit dem Linienbus. Für die acht Plötzkauer haben Eltern einen Kleinbus gechartert.

Und auch die Klassenräume der Grundschule Wippertal sind pünktlich zum neuen Schuljahr renoviert. Das alles sollte in den letzten Ferientagen noch nicht so sicher sein (Volksstimme berichtete).

"Das sagt doch der gesunde Menschenverstand, dass man diese Zeit nutzt."

Auch wenn die Mittel dafür noch nicht beschlossen waren, weil die Verbandsgemeinde als Träger der Schule bis dato noch keinen Haushaltsplan für 2014 hat, sei es doch vom gesunden Menschenverstand her geboten, Renovierungsarbeiten in den Ferien zu erledigen - der Giersleber Bürgermeister setzte sich durch. "Das wäre auch im Rahmen einer vorläufigen Haushaltsführung alles kein Problem und wäre Normalität", so Peter Rietsch, "Zumal Ehrenamtliche bereit sind, was fürs Gemeinwohl zu leisten." Eltern nämlich und Sportfreunde vom SV Grün-Weiß Giersleben hatten gemeinsam mit dem Hausmeister zum Pinsel gegriffen und immerhin sieben Klassenräume mit frischer Farbe versehen. Die Materialkosten für Farbe, Tapete und Bordüren beliefen sich auf 600 bis 700 Euro, so Rietsch. Für einen neuen Satz Möblierung stelle die Verbandsgemeinde unterdessen tausende Euro bereit. Nicht zu vergessen, dass auf Grund der alljährlich stattfindenden Grundreinigung die Räume leer geräumt waren.

"Das sagt doch der gesunde Menschenverstand, dass man diese Zeit nutzt, um auch gleich zu renovieren und nicht nochmal alles ausräumt", meint der Giersleber Bürgermeister.

Er glaubt nicht, dass der Verbandsgemeinde-Bürgermeister an seiner Drohung festhalten werde, die Materialkosten nicht zu übernehmen. Zumal bis heute keine Verträge zwischen Verbandsgemeinde und Gemeinden für die Schulgebäude existieren würden. "Wir sind damit eigentlich noch Eigentümer und berechtigt, in der Ferienzeit unsere Schule zu renovieren", erklärt Peter Rietsch.