Der Hecklinger Stadtrat hat sich dafür entschieden, beide Grundschulen für das Landesprogramm zur energetischen Sanierung anzumelden. Für mögliche Fördermittel muss die Kleinstadt aber zuerst Geld ausgeben.

Hecklingen l Baulich befinden sich die beiden Grundschulen der Stadt Hecklingen nicht im modernsten Zustand. Innen sind die Häuser zwar auf einem aktuellen Stand. Der Fassade ist aber anzusehen, dass die Häuser nicht modernen Anforderungen entsprechen, was die Einsparung von Energie angeht.

Das könnte sich in den kommenden Jahren ändern. Am Dienstagabend hat der Hecklinger Stadtrat einstimmig die Teilnahme am Landesprogramm Stark III beschlossen. Von 2014 bis 2020 läuft das Programm. Noch im September müssen die Kommunen, die Fördermittel aus dem Topf beantragen wollen, ihre Vorhaben eingereicht haben.

Wochenlang diskutierten die Hecklinger Volksvertreter mit Lehrern und Eltern über das Thema. In den Diskussionen schälte sich heraus, dass der von der Stadt beauftragte Planer mit den Schulleiterinnen Schwerpunkte bei der energetischen Sanierung herausstellen soll. Diese Schwerpunkte könnte die Stadt, vorausgesetzt es ist Geld vorhanden, allein umsetzen.

Doch bevor es überhaupt einen Euro aus dem Landesprogramm gibt, muss die Kleinstadt erst einmal selbst Geld in die Hand nehmen. Denn der Fördermittelantrag könne nur von Fachleuten ausgefüllt werden, hatte sich vor der Stadtratssitzung Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) bereits beklagt. Rund 10 000 Euro pro Schule werde die Planung nun erst einmal kosten.

In den jährlichen Haushalt braucht die Stadt den Betrag nicht einstellen, weil Hecklingen noch keinen Haushalt besitzt. Die Kommunalaufsicht muss die Ausgabe der Stadt genehmigen.

Bei der Finanzierung des Eigenanteils des Programms im Falle einer positiven Fördermittelzusage setzt die Kleinstadt auf den Bankensektor. Mit Krediten will sie die Eigenmittel finanzieren. Anders dürfte das Geld für die Kleinstadt auch kaum aufzubringen sein. Doch hier hat ebenso die Kommunalaufsicht ein Wort mitzureden. Schließlich muss die Aufsichtsbehörde einen Kredit bewilligen.

So bleiben der Kleinstadt noch einige Hürden beim Landesprogramm Stark III zu nehmen. Dabei bietet das Programm den kleinen Grundschulen die Möglichkeit, sich für die Zukunft zu rüsten, sehen Bürgermeister und Stadtrat eine Chance.

Auch demografisch gebe es in der mittelfristigen Planung keine Probleme mehr, sagte Kosche. Die Schülerzahlen in den Schulen sei konstant oder steige leicht in den kommenden Jahren, macht er sich keine Sorgen über den Bestand der Einrichtungen.

Dennoch bleiben nach dem Stadtratsbeschluss noch viele Hürden zu nehmen. Vor allem muss die Kommune den Landkreis überzeugen, dass der Kommune eine Teilnahme an Stark III wichtig ist.