Mit der neuen Entschädigungssatzung sollen Stadträte in Güsten künftig 100 Euro im Monat für ihre ehrenamtliche Mitarbeit erhalten. Wenn der Stadtrat mitgeht, erhält der ehrenamtliche Bürgermeister 1500 Euro.

Güsten l Der Hauptausschuss der Stadt Güsten befasste sich mit einer neuen Entschädigungssatzung für ehrenamtlich tätige Mitglieder des Stadtrats. Demnach sollen Stadträte künftig einen monatlichen Pauschalbetrag von 100 Euro erhalten. Fraktions- und Ausschussvorsitzende haben Aussicht auf zusätzlich 100 Euro, wenn der Bürgermeister nicht auch diese Posten besetzt. Jener erhält nach der Beschlussvorlage 1500 Euro im Monat.

Nach Meinung von Bürgermeister Helmut Zander (SPD/BfB) erfolge durch einen entsprechenden Runderlass des Innenministeriums "erstmals eine richtige Würdigung des Ehrenamts, die sich nach der Anzahl der Einwohner orientiert". Wohl auch, weil das Land die Kritiken von den Ehrenamtlichen gehört und die Gefahr der "Flucht" gesehen habe. Er erinnerte an die Diskussionen, wonach man sich in den kommunalen Parlamenten an der Diätenentwicklung des Landtages orientieren wollte.

Eine Entschädigung der Fraktionsvorsitzenden habe man schonmal abschaffen müssen. Zander hob hervor, dass die Kommunalaufsicht die Entschädigungen nicht mehr beanstanden dürfe. Davon sei bisher jede Haushaltsdiskussion geprägt gewesen.

"Wir haben bei uns nie erlebt, dass wir nicht beschlussfähig waren. Wir haben immer Stadträte, die Interesse an den Sitzungen zeigen, auch in Ausschüssen, in denen sie nicht anwesend sein müssten", erklärte der Bürgermeister.

Der Beschluss der neuen Satzung steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Montag, 22. September.