In seiner Ortschronik hat Gerhard Schnock die Geschichte vieler wichtiger Einrichtungen von Förderstedt beschrieben. Heute wirft er für die Volksstimme einen Blick auf die Historie der Kindertagesstätte des Ortes.

Von Gerhard Schnock

Förderstedt l Wir beginnen im Jahr 1989: Der Kindergarten befindet sich seit 1936 in der Straße Hinter der Achte in Förderstedt und wurde damals als Erntekindergarten erbaut. Die Krippe existierte seit 1966 und war in der Magdeburg-Leipziger-Straße auf dem ehemaligen LPG-Hof zu finden. Mit der Wende 1989 übernimmt die Kommune die Trägerschaft für die Krippe und den Kindergarten in Förderstedt.

1990 meldet der Alteigentümer des Krippen-Gebäudes Eigenbedarf an und verlangt es zurück. Die Gemeinde entscheidet deshalb, den Kindergarten und die Krippe zusammen in der Straße Hinter der Achte unter einem Dach unterzubringen.

Bis 1991 erfolgen dafür die Umbauarbeiten. Die Kinder im Alter von null bis drei Jahren ziehen im April 1991 ein. Aus Krippe und Kindergarten wird nun eine Kindertagesstätte. In dieser Kindertagesstätte werden dann alle Förderstedter Kinder im Alter von null bis sechs Jahren betreut. Im Jahr 1991 sind es 18 Krippenkinder und 85 Kindergartenkinder.

1992 zieht ein großer Kletterelefant ein

Die Namen der damaligen Erzieherinnen sind sicher vielen bekannt. In der Krippe arbeiten Bärbel Köhler, Heidi Lange, Christine Kaulbars, Marion Mudrow und Gabi Ladehoff. Im Kindergarten sind Helga Bergel, Roswitha Haft, Doris Hesse, Gabi Rudolph und Siegrid Paul tätig. Außerdem gibt es einen Hausmeister und zwei Küchenkräfte. Das Gesetz zur Förderung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen (KiBeG) tritt in Kraft. Darin werden der Bildungsauftrag, der Betreuungsanspruch, Personalstandards, bauliche Standards, Finanzierung und Mitwirkung von Elternkuratorien festgelegt. Die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen wird kostenpflichtig.

1992 wird die Außenanlage der Kita neu gestaltet und bepflanzt, außerdem kommen neue Spielgeräte dazu. Besonders auffällig ist der große Kletterelefant, der ein Jahr später bedeutend für die Namengebung der Kita ist.

1993 wird die Namensgebung der Kita mit einem großen Fest gefeiert. Die Einrichtung trägt von nun an den Namen "Benjamin Blümchen".

1993 und 1994 absolvieren alle Krippenerzieherinnen und Kindergärtnerinnen ihre Qualifikation zur staatlich anerkannten Erzieherin.

1995 erhält die Kita "Benjamin Blümchen" eine moderne Erdgasheizung. Der Kohlenkeller, der jetzt nicht mehr benötigt wird, wird zum Turnraum umgebaut. Für die Umgestaltung werden 40000 D-Mark bereitgestellt. Die Einweihung des Sport-raums erfolgt mit einem "Pumuckl-Fest".

1996 fordert Bürgermeister den Umbau

1996 setzt sich der Bürgermeister Bodo Messerschmidt für einen Umbau der Kita ein. Eine Begehung durch das Landesjugendamt bestätigt nochmals die Notwendigkeit eines den modernen Anforderungen entsprechenden Umbaus. 1996 veranstalten die Erzieherinnen auch den ersten Christkindlmarkt in der Kita.

1997 findet das Straßenfest Hinter der Achte statt. Die Fahrbahn wird asphaltiert und der Gehweg gepflastert. Mit dem zweiten Christkindlmarkt der Kita wird die neue Straße feierlich übergeben.

1998 beginnen die Umbauarbeiten zur dringend notwendigen Sanierung. Deshalb müssen die "Benjamin-Blümchen"-Kinder in ein Übergangsquartier ausweichen. Im Oktober 1998 zieht die gesamte Einrichtung mit 56 Kindern, ihren Erzieherinnen und dem Personal in die ehemalige Gaststätte "Zur Linde". Die Gaststättenräume werden renoviert und mit neuer Auslegware versehen.

Unterdessen wird der Kita-Komplex für 1,2 Millionen D-Mark umgebaut. Dazu werden 369000 D-Mark als Fördermittel beigesteuert, der Rest wird von der Gemeinde finanziert.

Lesen Sie im nächsten Teil, der in einer der kommenden Ausgaben erscheint, mit welcher großartigen Aktion die Kinder in ihre frisch sanierte Kita eingezogen sind und wie sich das Leben in der Einrichtung verändert hat!

 

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