Die Einweihung der für 4,3 Millionen Euro umfangreich ausgebauten Sekundarschule Am Tierpark in Staßfurt wurde zwei Tage ganz groß gefeiert. Nachdem sich der Landkreis als Schulträger unter Zuhilfenahme von drei Millionen Euro, Bauarbeiter und Lehrer mächtig ins Zeug gelegt hatten, ließ sich der Schulleiter nicht lange zum sportlichen Rudervergleich mit einem ehemaligen Schüler bitten.

Staßfurt l Es war eine Disco-Laune. Am Vorabend des Schulfests hatten sich Schulleiter Uwe Oswald und sein ehemaliger Schüler Tom Schmidtschneider ausgemacht, sich in die Riemen zu legen. Das fand große Begeisterung auch bei den Schülern, die am nächsten Tag die Geräte der Ruderjugend Sachsen-Anhalts dicht umringten und beide Kontrahenten lautstark anfeuerten. Der 17-jährige Triathlet war schon auf Grund seiner Körpergröße von 1,91 Meter im Vorteil. Uwe Oswald (53 Jahre, 1,70m groß) war aber nach seinen 1:40,9 Minuten (zehn Sekunden Rückstand) auf der 250-Meter-Distanz nicht unzufrieden mit seinem Ergebnis. "Nächstes Jahr ist Revanche bei einem Halbmarathon", kündigte der Marathonläufer an.

Ausdauer bewiesen derweil alle, Schüler wie Lehrer, seit dem Auszug vor zwei Jahren. Denn die Rückkehr in die nunmehr neue alte Schule verzögerte sich vor allem wegen des langen Winters 2012/13 um ein halbes Jahr, gab Ulf-Peter Freund, Fachdienstleiter Bildung und Kultur beim Salzlandkreis, zu. Das Warten hat sich aber gelohnt, wie die Staßfurter Volksstimme bereits nach dem ersten Schultag von Schülern wie Lehrern erfahren hatte. Für Freund ist besonders die "Symbiose von Alt und Neu hervorragend gelungen". Aula und der großzügige Eingangsbereich schmiegen sich gekonnt zwischen die älteren (Platten-)Bauteile. Der Fachdienstleiter hebt zudem die sieben neuen Fachräume hervor, die alle digitalisierte Unterrichtsmöglichkeiten bieten.

Auch Landrat Markus Bauer machte einen gewissen "Charme" aus, wenn Brücken gebaut würden und "Alt und Neu zusammenfließen". "Die Mittel werden sich rentieren", ist Bauer überzeugt. Und man habe noch viele derartige Stark-III-Projekte vor, umzusetzen.

Derweil zeigte sich Oberbürgermeister René Zok froh über die Entscheidung des Landkreises zum Standort. "Gut, dass die Schule nicht infrage gestellt wurde."

Der Einzug in die neue Schule bot unterdessen Anlass, zwei Tage lang zu feiern. Bereits am Donnerstag mit einem Black White-Projekt, das von der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt wurde. Dabei fanden Trommeln, Tänze und Gesänge der Gäste aus Ghana, Uganda und Kongo so viel Begeisterung, dass die 280 Schüler am nächsten Tag noch den Rhythmus im Blut hatten, als sie ihren "Cup-Song" den Gästen der Festveranstaltung vortrugen.

Das Schulfest war zudem geprägt von zahlreichen weiteren Mitmach-Angeboten, wie Bungee-Trampolinspringen, Kistenstapeln oder Streetdance mit Breakdance-Weltmeister Nico Hilger aus Magdeburg.

   

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