Der Freiwilligentag, der schon seit Jahren in ganz Sachsen-Anhalt läuft, hatte seine Premiere in Staßfurt am Sonnabend. Mit jeweils drei bis 18 Menschen an 14 Stationen kamen 100 Helfer zusammen. Für eine Kleinstadt wie Staßfurt ist das beachtlich.

Staßfurt l "Ich bin total happy", sagte Astrid Moukaddam, die den ersten Freiwilligentag am Sonnabend in Staßfurt organisiert hat. Seit einem Dreivierteljahr bereitet sie die Aktion mit Volksolidarität und Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) vor und ist gerührt, wie gut die Premiere des Sachsen-Anhalt-weiten Aktionstags in Staßfurt angenommen wurde. "Ich habe heute so viel Positives gesehen. Ich bin wirklich überwältigt", erklärte sie sichtlich gerührt.

Auch wenn an einige der 14 Stationen, an denen in Staßfurt Stadt und Lebensumfeld durch Aufräumarbeiten oder Neugestaltung verschönert wurde, nur drei Helfer dazukamen und eine Aktion auch komplett ausfallen musste, summierte sich alles auf insgesamt 100 Freiwillige, die dabei waren. Für eine Kleinstadt und für das erste Mal ist diese Zahl erstaunlich, sagte auch Uwe Lummitsch von der lagfa, der den Überblick über den Freiwilligentag in ganz Sachsen-Anhalt mit 17 Gemeinden und 2000 Freiwilligen hatte.

"Die Anzahl der Freiwilligen ist im ländlichen Raum sehr unterschiedlich. In Sangerhausen gab es zum Beispeil 70, in Querfurt 30 Freiwillige. Wenn man bedenkt, dass Halle und Magdeburg extrem viele Helfer haben, ist die Zahl 100 hier schon ein großer Maßstab", sagte er.

Wegen des Regenwetters am Sonnabend hatten viele Freiwillige ihre Aktivitäten nach Innen verlegt. In der Kita "Regenbogenland" in Staßfurt haben zehn Muttis und Vatis und acht Erzieherinnen Fahrradständer und Treppengeländer gestrichen, wo auch Oberbürgermeister René Zok mitgemacht hat. "Wenn unser Kind in diese Kita geht, müssen wir heute einfach dabei sein", erklärte der Vater von Ayden (4), Christian Schiffel. Mit seiner Frau Mandy hat er ein buntes Regenbogen-Bild an den Eingang der Kita gemalert. Weitere Einrichtungen gestalteten Räume neu, strichen Zäune oder legten Gartenbeete an.

Insgesamt 21 Sponsoren hatte Astrid Moukaddam für die Aktion gewinnen können - auch das ist eine beachtliche Zahl. So konnten Werbung und Geschenke für die Freiwilligen finanziert werden. Für alle gab es ein großes Dankeschön-Fest.

   

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