Groß Börnecke (nme) Zum ersten Mal in der Geschichte des Groß Börnecker Wasserturms konnten die Bürger des Dorfes und ihre Gäste den weit sichtbaren und frisch sanierten Wasserturm offiziell betreten und von innen begutachten. Dazu eingeladen hatte der Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" (WAZV), dem der Turm gehört. Geschäftsführer Andreas Beyer begrüßte die zahlreich erschienenen Börnecker und eröffnete mit einer kleinen Ansprache den Tag des offenen Denkmals. Sehr zur Freude vieler Bürger. Denn immer wieder war in der zurückliegenden Zeit beim Verband angefragt worden, wann der Turm öffentlich zugänglich gemacht wird. Hintergrund ist, dass das Bauwerk bereits 2013 seinen 100. Jahrestag beging, die Türen bisher aber verschlossen blieben. Am Sonntag konnten Besucher den Aufstieg jetzt in Angriff nehmen. Der 1913 erbaute und seitdem ununterbrochen arbeitende Wasserturm hatte auf drei Etagen geöffnet. Fachführungen gestaltete Rohrnetzmeister Stefan Siebert. Der Mitarbeiter vom WAZV "Bode-Wipper" stand den Besuchern für alle Fragen bereit. Im Viertelstundentakt zeigte er interessierten Gruppen die kleine Ausstellung. Technik, historische Fotos, Dokumente aus vergangenen Zeiten und viele weitere Exponate standen zur Schau. Unter anderem wurden Originalzeichnungen und Baupläne von 1912 an den Wänden präsentiert, Uniformen der damaligen Wasserwirtschaft sowie alte spezielle Werkzeuge waren gleichfalls zu sehen. "Mit einer Höhe von 33 Metern ist der Wasserturm als Wahrzeichen von Groß Börnecke weit sichtbar. Damit er auch zukünftig nachts gut zu erkennen ist, soll noch in diesem Jahr eine Beleuchtung installiert werden", kündigte Verbandsgeschäftsführer Andreas Beyer an. Rund 300 Besucher nutzten die Möglichkeit und bestiegen den Turm. Unterstützt würde die Veranstaltung von vielen Groß Börneckern. Der Feuerwehrverein kümmerte sich mit Gulaschkanone und Co. um die Versorgung der Gäste. Die Schalmeienkapelle der Kameraden sorgte mit einem Ständchen für beste Volksfeststimmung. Auch an die Kleinen war gedacht. Mädchen und Jungen konnten einen Parcours der Feuerwehr absolvieren. Mehr dazu am Mittwoch in der Volksstimme und E-Paper.