Oft steht der Europaradweg R1 wegen seines Zustands in der öffentlichen Kritik. Jetzt kommen Abschnitte im Bereich der Stadt Staßfurt in den Genuss der Sanierung. Alle Wünsche können derweil aber (noch) nicht erfüllt werden.

Staßfurt l Die Sanierungsarbeiten auf dem Abschnitt zwischen Neumarkt und Schütz im Bereich der Roßbahn und Horst sind diese Woche begonnen worden. 150 000 Euro soll der Ausbau kosten, der durch Fördermittel der EU unterstützt wird. Die Freude war groß darüber, auch bei Günter Liedtke, der einen Kleingarten an der Roßbahn hat. Doch es folgte die Enttäuschung, als er hörte, dass ausgerechnet das nach seiner Meinung schlechteste Stück zwischen Wasserwerk und Schütz nicht mit an der Reihe ist. "Ich habe hier schon viele Radtouristen schimpfen hören. Da wurden bislang auch nur die Löcher mit Schotter aufgefüllt. Wenn`s regnet, bilden sich drumherum neue Löcher", so der Staßfurter.

Der städtische Verkehrsplaner Günter Roddewig versteht, dass jeder möglichst vor seiner "Haustür" zuerst auf neuen Wegen fahren möchte. "Wir können aber nicht alles auf einmal machen", so Roddewig.

Jetzt ist besagtes Stück dran, das sich im Gemarkungsbereich Staßfurt befindet. Immerhin beträgt die R1-Strecke zwischen Gaensefurther Brücke bis zur Bodebrücke ("Kanonenbahn") an der Grenze zu Neugattersleben etwa elf Kilometer.

Geht der Stadtrat in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag mit, ist auch noch mit der Verbesserung des Abschnitts zwischen Hohenerxleben und Neugattersleben zu rechnen. Ohne dass die Stadt übrigens einen Cent dazu bezahlt.

Günther Roddewig lässt aber hoffen, dass auch der gewünschte Abschnitt auf der Roßbahn zwischen Wasserwerk und Schütz noch irgendwann einen Ausbau erfährt.