Rathmannsdorf l Das Liethedorf hat ein graues Häuschen weniger. "Mit der Netzübernahme vor drei Jahren haben die Stadtwerke Staßfurt versprochen, auch etwas für die Verschönerung der Ortsteile zu tun", erklärte Elke Heitmann als Vertreterin des Grundversorgers am Donnerstag den Grund, warum sie zu der kleinen Feier auf den Parkplatz am Quell eingeladen hat.

Um dem Trafohäuschen hier ein neues Antlitz zu verpassen, hatten die Stadtwerke 2013 einen Wettbewerb ausgerufen. Dabei konnten die Einwohner ihre Ideen einbringen, wie die Gestaltung des tristen Gebäudes aussehen soll. Die Resonanz war nicht so groß. Aber in Christin Jöhnke und Günter Hartwig fanden sich doch zwei Einwohner, die sich Gedanken machten. Während die junge Mutter und Zoohandels-Verkäuferin heimische Tiere favorisierte, wollte der ehemalige Bürgermeister die Namensherkunft des "Quells" verdeutlicht wissen.

So geschah es auch. An den beiden Tagen zuvor waren Sebastian Höger und sein Studienfreund Viktor Sobek mit Farbsprayflaschen ans Werk gegangen und setzten die Ideen der beiden Rathmannsdorfer um. Viel Landschaft und Himmel, ein überdimensionaler Vogel - es soll ein Eichelhäher sein - ein Fuchs und ein Hase im Gras; und auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame noch eine Fledermaus schmücken jetzt die Wände. Auf der nach Staßfurt gerichteten Seite der Trafostation sprudelt eine Quelle, die es hier am Rathmannsdorfer Park mal gab.

Der künftige Kunstlehrer Sebastian Höger, der auf ein Referendariat wartet, arbeitet schon länger mit den Stadtwerken zusammen. Auch die Trafostationen am Wasserturm in Staßfurt und in Staßfurt-Nord beispielsweise tragen die Handschrift des 27-Jährigen.

Die Einladung der Stadtwerke am Donnerstag zur Einweihungsfeier mit Kaffee und Kuchen hatten derweil an die 30 Rathmannsdorfer angenommen.

Als nächstes soll ein Trafohäuschen in Brumby an die Reihe kommen. Elke Heitmann hofft, dass es Anfang Oktober eingeweiht werden kann.

Mehr über das Wirken von Sebastian Höger: www.sebastianhoeger.de

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