Feierlich haben die Kinder des Borner Kindergartens Kunterbunt ihren frisch sanierten Sport-raum in Besitz genommen. Der ganze Ort unterstützte das Vorhaben und alle Altersklassen profitieren nun davon.

Borne l Die Kindertagesstätte Kunterbunt in Borne ist eine besondere Einrichtung. Nicht nur der Kindergarten und der Hort sind in der ehemaligen Schule untergebracht. Einen Treffpunkt unterhält hier ebenso die Ortsgruppe der Volkssolidarität. "Das gibt es so bei uns nicht zweimal", bestätigt Stefan Labudde. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Bördeland ist zur Eröffnung des Sportraumes gekommen. Das gemeinnützige Unternehmen fungiert als Träger der Kindertagesstätte und des Hortes.

Die mehrere Tausend Euro teure Sanierung des Sportraumes haben sich die Einwohner des Ortes mit der Lebenshilfe geteilt. Im vergangenen Herbst zogen die Gruppen des Hauses aus, um Spenden für ihren Sportraum zu sammeln, erinnert Claudia Jung. Die Leiterin der Kindereinrichtung hat die Listen noch, auf denen die Spender vermerkt sind. Rund 500 Namen sind auf den losen Listen vermerkt. "Jede Familie im Ort hat sich an dem Projekt beteiligt", sagt sie.

Mehr als 2000 Euro kamen so zusammen. Das war rund die Hälfte der benötigten Mittel, erklärt der Geschäftsführer. Den Restbetrag habe die Lebenshilfe finanziert. Neben dem Geld war es aber die ungeheure Hilfsbereitschaft der Eltern, die zur Umsetzung wesentlich beigetragen hat. "Wir haben wirklich nur die Dinge von Firmen machen lassen, die keiner machen konnte", sagt Stefan Labudde. So habe ein Unternehmen den Fußboden saniert. Die Wandgestaltung hätten die Arbeiter und Bürgerarbeiter übernommen.

Einige Eltern haben sich besonders intensiv eingebracht, sagt Claudia Jung in ihrer kleinen Ansprache. Eine kleine Auszeichnung gibt es anschließend für Marcel Schellhas. Der Vater hatte das Sanierungsprojekt tatkräftig begleitet, lobt die Leiterin. Nicht nur selbst legte der Vater mit Hand an, sondern holte ebenso Angebote ein und beteiligte sich an der Suche nach preiswerten Baumaterialien. Unterm Strich, schätzt Stefan Labudde ein, hätten die Eltern wahrscheinlich einen größeren Anteil an der Raumsanierung, als die beauftragten Unternehmen.

Von dem Ergebnis können sich am Dienstagnachmittag die Eltern der Kinder selbst überzeugen. Gekommen sind auch Vertreter der Volkssolidarität. Denn die Senioren nutzen den Raum ebenso für kleine und regelmäßige Seniorensportveranstaltungen.

Hauptnutzer bleiben allerdings die Mädchen und Jungen der Kindereinrichtung. Beinahe täglich, so Claudia Jung, nutzen die Gruppen den Raum. Vor allem in der kalten Jahreszeit oder bei Regenwetter sei der Sportraum eine willkommene Alternative, um den Kindern ausreichend Freiraum für den natürlichen Bewegungsdrang zu geben. Wie schön es sich in dem Raum toben lässt, zeigten die Kinder bei ihrem einstudierten Programm. Hierbei ging es natürlich um die Bewegung. Die Mädchen und Jungen zeigten dabei, wie sie hüpfen und springen können.

In einem Fotoalbum hatten die Erzieher den alten Zustand des Sportraumes dokumentiert. Einige schauten sich die Fotos nochmal an, um den Unterschied zu sehen. "Das war halt ein Sportraum wie noch zu Zeiten der DDR", meinte Gemeinde- und Verbandsgemeinderat Sven Rosomkiewicz (CDU). Er hatte seine monatliche Aufwandsentschädigung der Einrichtung gespendet, sagte er weiter. Das Geld könne die Kindertageseinrichtung gut gebrauchen, um den neuen Sportraum vielleicht noch etwas einzurichten, schätzte er ein. Fast ein Jahr hatte die Sanierung in Anspruch genommen. Mit dem Sammeln der Spenden begann das Projekt im vergangenen November.

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