Staßfurt (rki) l Ein mit insgesamt fünf Haftbefehlen gesuchter Mann aus Staßfurt sollte gestern Vormittag gegen 9.20 Uhr durch die Fahndungsgruppe des Polizeireviers Bernburg in seiner Wohnung festgenommen werden.

"Als die Beamten bei dem 47-Jährigen auftauchten, öffnete ihnen niemand die Tür. Nur der in der Wohnung befindliche Hund bellte auffällig. Da den Beamten bekannt war, dass der Gesuchte immer in der Nähe seines Tieres verweilt oder umgekehrt, klingelten und klopften sie weiter. Nach etwa 10 Minuten wurde ein Schlüsseldienst mit der Öffnung der Wohnung beauftragt. Kurz bevor dessen Arbeit beendet war, sprang der Gesuchte aus dem Fenster seiner Wohnung in den Hof des Mehrfamilienhauses", sagt Polizeisprecher Marco Kopitz.

Die Polizisten konnten den Flüchtenden aber wenig später stoppen. "Dabei schlug und trat er mehrfach in Richtung der Beamten. Sie konnten die Angriffe größtenteils abwehren, auch weil sie wie zuvor angekündigt, Pfefferspray einsetzten. Anschließend konnte der Mann ergriffen und gefesselt werden", teilte Kopitz der Volksstimme mit.

Nach einiger Zeit der Beruhigung seien die Beamten dann auch in der Lage gewesen, dem Mann Erste Hilfe zu leisten. Der Festgenommene sei anschließend durch das angeforderte Rettungspersonal für transportfähig erklärt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden.

"Dort hat er alle fünf Haftbefehle zusammengerechnet, mindestens die nächsten eineinhalb Jahre Zeit über sein bisheriges Verhalten, den Angriff auf die Polizeibeamten eingeschlossen, nachzudenken", sagt Kopitz.

Die vor Ort eingesetzten Polizisten hatten sich bei der Festnahme leichte Verletzungen in Form von Abschürfungen zugezogen. Gegen den Staßfurter wird nun ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.