Von Falk Rockmann

Güsten l Eigentlich waren sich Stadt und Saale-Wipper so gut wie einig über die Vermietung des neuen Güstener Rathaus-Anbaus - inklusive Mietpreis, der beibehalten werden soll. "Das Thema Raumnutzungskonzept war nach Einbeziehung der Verwaltung erledigt", kommentierte Bürgermeister Helmut Zander die entsprechende Beschlussvorlage Montagabend im Stadtrat.

Nun das: Verbandsgemeinde-Bürgermeister Steffen Globig reichte Ergänzungen zum bereits von ihm vorbereiteten Mietvertrag ein. Dabei geht es hauptsächlich um die Nutzung von Nebenräumen wie Flure, Sitzungssaal, WC, Hof und eben auch den Ratskeller.

"Den Ratskeller wollten wir für Fraktionssitzungen und als Seniorentreff nehmen", macht Zander deutlich. "Wir stellen ihn der Verbandsgemeinde aber auch für Wahlen zur Verfügung." Alles andere sehe er nicht ein, in einen neuen Vertrag einzuarbeiten, erklärt der Bürgermeister.

Der Einwurf vom Verbandsgemeinderats-Vorsitzenden Roland Schneider - da sei sicher was "dumm formuliert" worden, und Helmut Zander und Steffen Globig sollten dazu doch nochmal das Gespräch suchen - führte nicht dazu, den Antrag von Globig zu unterstützen. Einstimmig befürwortete der Stadtrat dagegen die vorherige Beschlussvorlage samt Mietkonditionen.

"Mein Antrag war eigentlich nicht abzulehnen und auch keine große Angelegenheit", empörte sich Steffen Globig, der im Stadtrat nicht anwesend war, am Tag danach. Er habe "nur nochmal den Sachverhalt präzisieren wollen. Das war weder missverständlich, noch hinterhältig." In einem Mietvertrag müsse eben geklärt werden, was mit den Nebenräumen passiert, die nicht vermietet werden. Nun, durch die Ablehnung, dürften die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde nichtmal das WC benutzen, meint der Verwaltungschef. Niemand sollte durch seine Ergänzung von der Nutzung des Ratskellers ausgeschlossen werden, auch die Senioren nicht. "Diese Räumlichkeiten sollten nur auch der Saale-Wipper - wie der Sitzungssaal - ohne Extra-Erlaubnis zur Verfügung stehen", erläutert Steffen Globig noch. Er räumte aber ein, den Beschluss nochmal neu formulieren zu müssen.