Die Stadt hat vom Denkmalschutz jetzt grünes Licht für den Abriss von zwei Häusern erhalten. Damit zeichnet sich ein Ende für die seit Monaten andauernde Sperrung der Kurzen Straße in Hecklingen ab.

Hecklingen l Seit Februar können Autofahrer die Kurze Straße in Hecklingen nicht nutzen. Jetzt ist ein Ende der Umleitung in Sicht. Das lange Warten hat bald ein Ende, weil in der kommenden Woche der Abriss von zwei einsturzgefährdeten Häusern beginnen kann. Zuvor waren der Kommune die Hände gebunden, weil sie dafür die Zustimmung der Oberen Denkmalschutzbehörde benötigt.

"Die Genehmigung für den Abriss haben wir vom Denkmalschutz in der vergangenen Woche erhalten", teilte Bauamtsleiterin Sigrid Bleile mit. In der nächsten Woche könne eine Abrissfirma die Arbeit aufnehmen, informierte sie. Wie lange das Unternehmen tätig sein wird, konnte Sigrid Bleile gestern noch nicht genau sagen. Sie schätzte aber, dass der Abriss zirka acht Wochen dauern könnte. Käme es dazu, könnte die Straßensperrung ab Dezember aufgehoben werden.

Damit endet für die Kommune ein fast einjähriger Hürdenlauf. Um die Abrissgenehmigung von den Denkmalschützern zu erhalten, musste Hecklingen viele Zuarbeiten leisten und viele Auflagen erfüllen. Unter anderem war nachzuweisen, dass die Häuser für die Kommune wirtschaftlich nicht mehr zumutbar sind.

Genau genommen handelt es hierbei um die Gebäude in der Kurzen Straße 26 und 26a. Aufgrund verschiedener Nachforderungen an die Stadt hatte sich die Prüfung des Antrags auf Abriss beim zuständigen Landesverwaltungsamt immer weiter nach hinten verschoben. Eine Begehung mit Denkmalschützern und Vertretern der Stadt fand im Frühjahr statt. Sie kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Hecklingen weitere Unterlagen nachreichen musste. Aufatmen dann Anfang August: Die Stadt erhielt die Abbruchgenehmigung, allerdings nicht ohne Auflage: Vor dem Abriss mussten die maroden Objekte von einem Architekten zeichnerisch, fotografisch und verbal dokumentiert werden.

Was mit den leeren Grundstücken nach dem Abriss passieren soll, steht noch nicht fest. Sigrid Bleile schloss aber nicht aus, dass die Kommune die Flächen verkauft.