Der Förderverein der Wasserburg Egeln feiert sein 20-jähriges Bestehen. Die einstige Forderung der Treuhand nach einem Verein, erweist sich zwei Jahrzehnte später als Glücksfall für die Burg und die Kleinstadt.

Egeln l Das war eine weise Entscheidung der Treuhand, auf einen Förderverein zu beharren, lobte mit Manfred Püchel (SPD) ein Politiker, der die Wasserburg seit vielen Jahren unterstützt. Für eine D-Mark wechselte die damals stark heruntergekommene Wasserburg gleich nach dem Mauerfall den Eigentümer. Die Stadt hatte sich um das geschichtsträchtigste Gebäude der Kleinstadt erfolgreich bemüht. Damit die Bürgerschaft sich mit der eigenen Stadtgeschichte beschäftigte und an das sanierungsbedürftige Objekt gebunden werden konnte, forderte die Treuhand einen Förderverein. Den gründeten die Egelner und engagieren sich nun bereits seit zwei Jahrzehnten ehrenamtlich auf der Burg. Sogar einen Kredit nahmen die Vereinsmitglieder auf, um aus einem verfallenen Schweinestall ein Vereinshaus zu bauen.

45 Frauen und Männer aus der Stadt engagieren sich nach den Worten des Vereinsvorsitzenden Gert Guddat in dem Förderverein. In den vergangenen Jahren, zählte er auf, habe der Förderverein zahlreiche Investitionen in den Erhalt sowie die Sanierung der Wasserburg finanziell unterstützt. Die Vereinsmitglieder erarbeiten sich dazu bei den verschiedenen Festen und Anlässen das Geld. Erst beim jüngsten Kartoffelfeuer zeigten die Vereinsmitglieder Einsatz. "Jeder der bei uns eine Bratwurst oder ein Getränk erwirbt", unterstützt damit die Wasserburg, sagte Gert Guddat vor einiger Zeit. 19 000 Euro sind in den vergangenen Jahren so zusammen gekommen, konnte er berichten.

Lobende Worte über die Vereinsarbeit fand nicht nur Manfred Püchel, als einer der prominentesten Politiker. Ebenso lobten Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) und Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr das Engagement der Vereinsmitglieder.

Für den Eintritt junger Bürger in den Förderverein warb Gert Guddat während seiner Ansprache. Viele sehr aktive Mitglieder seien schon lange dabei. Inzwischen mache sich das Alter der Mitglieder bei der Vorbereitung der verschiedenen Veranstaltungen bemerkbar, erklärte er. Deswegen sei es für die Zukunft notwendig, dass sich mehr junge Einwohner in dem Förderverein engagieren und tatkräftig weiter die Burg aufbauen.

In der Wasserburg hat der Verein viele Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten ausgestellt. In der Sonderausstellung lässt sich anhand der Bilder nachvollziehen, welche freudige Entwicklung die Wasserburg seit dem Zusammenbruch der DDR genommen hat. Anders als viele andere Schlösser in der Umgebung, die nur so verkauft wurden, sei die Wasserburg gerade durch die Verbindung zur Bürgerschaft zu einem Erfolgsmodell geworden, erinnerte Manfred Püchel. "Hier hat die Treunhandanstalt alles richtig gemacht", sagte er.

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