Staßfurt l Der Stadtseniorenbeirat hat Landrat Markus Bauer (SPD) um Unterstützung für eine bessere Anbindung der Ortschaft Förderstedt an die Stadt Staßfurt mit dem Öffentlichen Personennahverkehr gebeten.

"Viele Probleme der Senioren ergeben sich aus mangelnder Mobilität. Seit nunmehr über vier Jahren bemüht sich der Seniorenbeirat hier Abhilfe zu schaffen und den älteren Bürgern der eingemeindeten Dörfer Löbnitz, Glöthe, Üllnitz, Brumby und Atzendorf eine bessere Verkehrsanbindung an ,ihre Kernstadt` zu ermöglichen. Briefe an den Fachdienstleiter Kreis- und Wirtschaftsentwicklung Tilo Wechselberger, an die Kreisverkehrsgesellschaft und den Verkehrsplaner der Stadt Staßfurt führten bisher zu keinen nennenswerten Verbesserungen", heißt es in dem Schreiben des Vorsitzenden des Staßfurter Seniorenbeirates Peter Maier an den Chef der Kreisverwaltung. In diesem Zusammenhang verwies der in Brumby wohnende Peter Maier auf eine Mitgliederversammlung seines Beirates im Oktober 2012 mit Wilfried Köhler vom Verkehrsministerium. Er habe damals Optimismus verbreiten wollen und gesagt, dass kein noch so kleiner Ort in Sachsen-Anhalt vergessen werde und viele Modelle für Verkehrsanbindungen erprobt würden.

"Die alten Kreisgrenzen bilden immer noch Hindernisse bei der Personenbeförderung.

Maier: "Leider merken gerade die genannte Gemeinden nichts von dieser Entwicklung. Die alten Kreisgrenzen bilden anscheinend immer noch Hindernisse bei der Personenbeförderung."

Und an den Landrat appellierte der Chef des Seniorenbeirates: "Sie haben jetzt die Möglichkeit, frischen Schwung in diese Problematik zu bringen und neue Beförderungsmodelle einzuführen."

Aus der ,Volksstimme` hätten die Rentner von kleinen Bussen für die Beförderung eines geringeren Transportaufkommens erfahren und auch davon, dass die Kraftverkehrsgesellschaft neue Busse für den ÖPNV vorsehe. "Hoffentlich passt die Größe der Busse auch in die zukünftigen Beförderungsmodelle", so Maier.

"Zählen Sie auf die Zusammenarbeit der älteren Bürger."

"Die Seniorenbeiräte möchten bei diesen prekären Fragen ein Mitspracherecht haben", forderte Maier und appellierte an Markus Bauer: "Zählen Sie auf die Zusammenarbeit der älteren Bürger, die sich für das Wohlergehen in den Ortschaften zum Nutzen aller Bürger einsetzen! Wir sind zwar nur für seniorenrelevante Themen zuständig, zum Glück gibt es noch keine zeitliche gesetzliche Vorgabe, aber auch wir bringen unsere Enkel und Urenkel zur Kindertagesstätte oder zum Schulbus."

Peter Maier ließ den Landrat aber auch wissen, dass die Staßfurter Senioren den Wahlkampf interessiert verfolgt und sich "viele Notizen zu Wahlversprechen und Wahlzugeständnissen gemacht" haben.