Es herrscht Dorffeststimmung, als Sonnabendvormittag bei strahlender Herbstsonne der neue Spielplatz am Rathmannsdorfer Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht wird. Ein Großereignis für Jung und Alt.

Von Falk Rockmann

Rathmannsdorf l Die Kinder der Rappelkiste hätten es in ihrem kleinen Programm nicht besser zusammenfassen können. Sie singen: "Wie schön, dass hier ein Spielplatz ist, wir haben ihn schon sehr vermisst ..."

Oberbürgermeister René Zok erinnert kurz an die emotionsgeladene Vorgeschichte, die nunmehr ein Happy-End gefunden hat. Für die mögliche fehlende Kommunikation vor etwa einem Jahr, als die etwa 20 Jahre alte Holzkonstruktion in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" abgerissen werden musste, entschuldigt er sich.

"Es ist leider nicht alltäglich, dass sich Einwohner in die Entwicklung ihres Ortes so einbringen."

Vielmehr dankt er aber den vielen Mitwirkenden, dass nun dieser schöne Spielplatz den Kindern zur Verfügung steht. Vor allem der Eltern-Initiative, die immer den "Finger in die Wunde gelegt, sich aber auch aktiv eingebracht hat. Es ist leider nicht alltäglich, dass sich Einwohner in die Entwicklung ihres Ortes so einbringen".

Die Eltern waren es maßgeblich, die die von der Stadt vorgegebene Investitionssumme durch Spendensammlungen erhöht haben. Immerhin kostete der Spielplatz mit Kletter- und Rutschkombination, Doppelschaukel, Balkenwippe, Federwippe und Sandkasten einschließlich Montage genau 31602 Euro. Die Balkenwippe konnte zusätzlich angeschafft werden, nachdem die Spendensammlung der Eltern allein in Rathmannsdorf 1459 Euro eingebracht hatte.

Ortsbürgermeister Klaus Magenheimer würdigte zudem die Spendengeber von UBvS und den Linken Staßfurt, der Ortsgruppe der Volkssolidarität und der Landwirtschaft Rathmannsdorf, durch die der Betrag der selbst initiierten Spendensammlung auf insgesamt 2669 Euro aufgestockt werden konnte.

Er dankte allen für ihr Engagement vorm Stadtrat bis zum "Abklappern der Haushalte" und die letztendlich gelungene Zusammenarbeit mit der Stadt sowie allen Spendern.

Da nun noch Geld übrig ist, soll ein weiteres Spielgerät - möglicherweise ein Reck - angeschafft werden.

Die Kinder eroberten voller Freude ihren neuen Spielplatz, nachdem sie sich noch durch eine Wand Pappkartons, in denen sie allerlei süße Überraschungen fanden, durchgekämpft hatten. Das war eine Idee des Jugendclubs, der übrigens auch den Grill anheizte, und somit war auch in dieser Hinsicht ein kleines Dorffest auf die Beine gestellt.

Der OB äußerte noch die Bitte, dass jeder dazu beitragen möge, für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen.

Die Stadt schuf 2014 fünf Spielplätze: in Atzendorf, Förderstedt, Löderburg, Staßfurt-Nord und Rathmannsdorf.

 

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