Löderburg (frc) l Der stellvertretende Löderburger Ortsbürgermeister und Ortschaftsrat Christian Neubauer meldet sich zu den Vermessungsarbeiten für den geplanten Löderburger Deich zu Wort.

Dabei ging es um zwei Anwohner, die die Vermesser nicht auf ihr Grundstück ließen, weil sie Informationen über die Arbeiten vermissten. Der Leiter der Behörde, die den Deichbau plant, der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) Sachen-Anhalt, Burkhard Henning, erklärte, dass Anwohner generell nicht persönlich informiert werden können.

Auf dieses Thema reagiert auch Simona Rössing aus Löderburg empört über die Aussagen des LHW-Chefs. Sie behauptet, Grundstücke seien unberechtigterweise betreten worden. Auch ihr fehlt die umfassende Information an alle Bürger (siehe Leserbrief unten).

Christian Neubauer sagt: "Die Mitarbeiter oder Beauftragten des LHW sind berechtigt, Deichanlagen zu betreten." Sie hätten Wegerecht. Bei den Grundstücken, die das LHW ohne Voranmeldung beim Besitzer betreten hätte, handele es sich um ein Teilstück an der Bode, an dem bereits ein Deich besteht. Dieser Deich ist eine Anlage des Hochwasserschutzes und darf somit durch das LHW betreten werden.

Christian Neubauer weißt auch zurück, dass die Menschen in Löderburg nicht informiert worden seien: "Sie wussten Bescheid in dieser Angelegenheit." Das große Publikum bei der Vorstellung des Projekts und der Artikel in der Volksstimme sprechen dafür.

Grund des Deichneubaus ist das Hochwasser 1994, wonach ein Deich projektiert, aber nie umgesetzt wurde. "Jetzt geht es endlich los. Das ist positiv für den ganzen Ort und alle Einwohner", so Neubauer. Die Deiche, die bisher begehbar waren, sollen verbreitert und höher werden. Die Radwege sollen unterhalb des Deiches neu entstehen, so Neubauer.

Eine Stellungnahme des LHW, ob beauftragte Firmen Hochwasserschutzanlagen, wenn diese Grundstücke tangieren, ohne Ankündigung und Einwilligung der Besitzer betreten dürfen, stand gestern bis Redaktionsschluss aus.