Die Stadtverwaltung und der Regionalverband der Kleingärtner wollen weiterhin gemeinsam gegen den zunehmenden Leerstand in den Gartenanlagen vorgehen. Das entsprechende Konzept war bereits 2009 vom Stadtrat beschlossen worden."Seit 2009 ist viel Zeit ins Land gegangen. Die Situation hat sich nicht verbessert", sagte der Vorsitzende des Regionalverbandes, Eberhard Kanitz, in einer Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses des Stadtrates, wo dieses Thema durch den Bericht des Wirtschaftsförderers Christian Schüler zur Sprache kam.Kanitz verwies darauf, dass es sich hier um ein Problem handele, das ganz Ostdeutschland betreffe. Verschärft werde es dadurch, dass sich ein hoher Prozentsatz der Pächter der 2100 Kleingärten in 47 Vereinen im Rentenalter befinde. Fünf Anlagen im Stadtgebiet haben inzwischen einen Leerstand von mehr als 50 Prozent vorzuweisen. Spitzenreiter ist hier der Ortsteil Rathmannsdorf, wo 77 Prozent der Parzellen verwildert sind, sagte die Leiterin des Fachdienstes Planung, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Anke Michaelis-Knakowski, und fügte hinzu: "Alles konzentriert sich auf die Dörfer." Bis 2025, so ihre Prognose, werden die Hälfte der Gärten in der Stadt leer stehen. "Wir müssen in Staßfurt Lösungen finden. Uns hilft niemand. Da sind sehr viel Arbeit und Fingerspitzengefühl erforderlich. Nur gemeinsam kommen wir zu Lösungen", warb Kanitz um Vorschläge, wie man den Abriss der alten Lauben sowie den Rückbau nicht mehr genutzter Gärten bewerkstelligen könne. Ziel müsse es sein, zusammenhängende Flächen zu bekommen, die dann einer anderen Nutzung zugeführt werden können, sagte der zuständige Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung Wolfgang Kaufmann. Er sprach sich dafür aus, dass die Arbeitsgruppe beim Regionalverband wieder tagt.