Der SPD-Ortsvorstand Staßfurt stattete dem Fahrzeugmuseum Sonnabendmittag einen Besuch ab. Die Sozialdemokraten wollten sich dort wenige Monate nach dem Umzug von Glöthe nach Staßfurt informieren und notfalls ihre Hilfe anbieten.

Staßfurt l "Der Umzug von Glöthe in unsere neue Halle auf dem Berlepsch-Schachtgelände in Staßfurt ist ohne Schaden und ohne Abbruch der Besucherzahlen über die Bühne gegangen", berichtete Museumschef Ingo Schramm seinen Gästen.

Die bereits vor Jahren erfolgte Umbenennung von Fahrzeugmuseum Glöthe in Fahrzeugmuseum Staßfurt habe sich als richtiger Schritt in die richtige Richtung erwiesen, sagte Schramm. "Hätten wir das damals nicht gemacht, wären wir heute nicht mehr da", ist der Unternehmer fest überzeugt. Denn mit der Eingemeindung Glöthes in die Stadt Staßfurt sei das Dorf von seinem bisherigen Umfeld Schönebeck abgeschnitten worden. Die Ausweitung der Förderstedter Postleitzahl auf Glöthe bezeichnete er als unklug. Dadurch werde das Dorf auf Navigationsgeräten kaum noch angezeigt.

Die Idee für den Umzug in die Stadt stamme vom damaligen Staßfurter Bürgermeister Martin Kriesel. Ihm sei es damals darum gegangen, eine geeignete Nachnutzung für die Merkewitzhalle zu finden für die Zeit nach dem Neubau einer Dreifeld-Sporthalle und einem Umzug der Handballer. Der Ex-Bürgermeister sei auch heute noch in seinem Haus ein gern gesehener Gast, sagte Schramm.

Da sich dessen Pläne nicht so schnell haben umsetzen lassen, habe man sich in der Stadt nach einem anderen geeigneten Objekt umgesehen und sei auf dem Berlepsch-Schachtgelände fündig geworden, berichtete Schramm. Der Neustart in einer alten Halle habe im April dieses Jahres sehr gut geklappt.

"Das vergangene halbe Jahr war gut. Wir sind in Deutschland ein anerkanntes Fahrzeugmuseum und eine feste Adresse für themenbezogene Ausstellungen", so der Museumschef.

Den umfangreichen Fundus in seinem Haus wissen auch immer mehr Fernsehteams zu schätzen. Es seien gerade wieder Filmemacher aus Berlin in Staßfurt gewesen, um sich für ihre Produktion mit den notwendigen Requisiten ausstatten zu können. Wenn dann im Abspann das Fahrzeugmuseum Staßfurt erwähnt werde, freue er sich sehr über diese Werbung.

Darüber hinaus ist die Staßfurter Sammlung mit einem Teil der Exponate auch ein gern gesehener Gast auf vielen Messen und Ausstellungen, berichtete Schramm.

Noch heute besonders stolz ist er auf die Auszeichnung des Fahrzeugmuseums als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.

"Wir haben noch genug Energie, um noch weitere Dinge anzugreifen", sagte Schramm. In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass er inzwischen die ehemalige Möbelhalle auf der Berlepsch-Schachtgelände erworben hat. "Dort soll eine technische Erlebniswelt entstehen", kündigte der Museumschef an. Zudem verfüge man mit der Übernahme nun über genügend Parkplätze.

"Sie sprühen ja nur so voller Ideen. Das ist interessant", sagte SPD-Ortschef Michael Hauschild. Nach dem Rundgang fügte er hinzu: "Ich fühle mich bestätigt. Es war eine richtige Entscheidung das Fahrzeugmuseum zu besuchen."

Der SPD-Ortsverein Staßfurt habe es sich zur Aufgabe gemacht, in jedem Monat eine Aktion durchzuführen und stärker in Erscheinung treten zu wollen.

Der Vorschlag zu diesem Musumsabstecher komme übrigens von Peter Beyer. Der sei ein absoluter Fan. "Auch ich habe die Schau schon mehrmals besucht, allerdings noch nicht an ihrem neuen Standort", sagte Hauschild. Für das, was er dort zu sehen bekam, fand er nur lobende Worte. "Das ist der Hammer", sagte Stadtratschef Sven Wagner nach der Besichtigung.

Am Ende bot Hauschild Schramm für den Fall des Falles Unterstützung an.

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