Das erste Herbstkonzert, zu dem der Männerchor des Staßfurter Handwerks am Sonnabendnachmittag in die St. Johannis-Kirche Leopoldshall eingeladen hatte, kam beim Publikum sehr gut an. Es gab nur noch wenige freie Plätze.

Staßfurt l Pfarrer Kornelius Werner äußerte sich erfreut darüber, dass der Männerchor des Staßfurter Handwerks für sein Jahreskonzert die Leopoldshaller Kirche ausgewählt hat, die in Staßfurt und darüber hinaus für ihre sehr gute Akkustik bekannt ist.

Von diesem Klangerlebnis konnten sich die Zuhörer wenige Minuten später selbst überzeugen. Unter der Leitung von Bernd Krafczyk sangen die Männer im rot-schwarzen Gewand mit ihren unverkennbaren klaren Stimmen an diesem Nachmittag insgesamt 16 Lieder. Darunter befanden sich so bekannte Titel wie "In einem kühlen Grunde", "Bajazzo", "Es, es, es und es" und "Ein schöner Tag". Ein besonderes Hörerlebnis versprach der mehrstimmig vorgetragene und mit dem Akkordeon begleitete "Dudelsack".

Um die Gäste noch besser auf diese musikalische Reise durch den Herbst mitnehmen zu können, hatte Vereinschef Dirk Kost die Titel jeweils im Block angesagt und soweit es möglich war, dazu noch weitere Erläuterungen gegeben.

"Wie die Sonne die ganze Welt erhellt, wollen wir sie heute erhellen und ihnen schöne Stunden bereiten", sagte Kost zum Konzertauftakt.

Den Abschluss bildete, wie kann es in einer alten Bergbaustadt wie Staßfurt auch sein, das traditionelle Steigerlied, das die Hymne der alten Salzstadt sein könnte.

Die Teilnahme an dieser gelungenen Veranstaltung ließ sich auch Sänger Hans-Jürgen Banse nicht nehmen, obwohl er an diesem Tag Geburtstag hatte. Die Überraschung war Dirk Kost gelungen, als er den Tenor nach vorn rief und ihm vor allen Gästen mit einem Blumenstrauß gratulierte und sich dafür bedankte, dass er sich an seinem Ehrentag die Zeit für dieses Konzert genommen hatte.

Ein weiterer Höhepunkt war das musikalische Zwischenspiel der hoffnungsvollen Talente Lena und Michel Bartholomes aus Hecklingen und Betti Epp aus Staßfurt.

Die drei jungen Musiker, die seit drei beziehungsweise sechs Jahren die Kreismusikschule in Staßfurt besuchen, spielten in der Pause des Männerchors sehr sicher jeweils ein Solo auf der Klarinette, dem Saxophon und auf dem Klavier und anschließend zusammen. Das Publikum war von den Ohrwürmern "One the saints", "Hero", "Those were the days", "Pour Amelie" und "Hallelujah", die Lena, Michel und Betti spielten, nicht nur überrascht, sondern auch begeistert.

Junge Talente in ein solches Konzert einzubinden, war eine sehr gute Idee.

 

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