Staßfurt (rki) Die im Bau befindliche Biomethangasanlage kam in der jüngsten Stadtratssitzung erneut zur Sprache. Der Fraktionschef der UWG Salzland/AfD, Hartmut Wiest, sagte unter Hinweis auf einen Volksstimme-Beitrag, für ihn sei es unverständlich, dass die Stadtwerke Mannheim dort als Gesellschafter einsteigen, wo es doch in Staßfurt ebenfalls ein solches Unternehmen gebe. Er frage sich, ob die Stadtverwaltung bei den Grundstücksverhandlungen nicht nachlässig gewesen sei, um einem Einstieg von einheimischen Firmen den Vorrang einzuräumen. Zudem wollte Wiest wissen, ob beim Bau Staßfurter Firmen zum Zuge kommen. Dort sei eine Firma aus Celle am Werk, teilte ihm Günter Döbbel (FDP-Fraktion) mit. Ein privater Investor brauche keine Ausschreibung durchführen, sagte er. Das sei richtig, so Wiest im anschließenden Volksstimme-Gespräch, die Stadt hätte aber bei den Vertragsverhandlungen darauf achten müssen, dass der Investor vorrangig Unternehmen der Region einbinde, um hier Arbeitsplätze schaffen beziehungsweise sichern zu können. Oberbürgermeister René Zok (parteilos) teilte mit, dass im Vorfeld mit örtlichen Firmen Gespräche geführt worden seien. Aber sowohl die Stadtwerke Staßfurt als auch die Erdgas Mittelsachsen (EMS) GmbH Staßfurt hätten sich entschieden, sich nicht an dieser Biomethangasanlage zu beteiligen.