Hohenerxleben l Bei der Einweihung des zweiten sanierten Bauabschnitts der Friedensallee überwog Mittwochnachmittag wohl dann doch die Freude. Die "Himmelsscheibe von Hohenerxleben" (Volksmund) - den "ländlichen Kreisverkehr", wie der zugehörige Kreisel offiziell genannt wird - erwähnte Oberbürgermeister René Zok nur kurz.

Ortsbürgermeister Sven Wagner nannte das einigartige Stück "Markenzeichen". Und die Hohenerxleberin Ursula Pennigsdorf erntete Lachen, als sie einwarf: "Die Himmelsscheibe lassen wir uns patentieren."

Das Geschaffene sollte nun doch "Zank und Streit vergessen lassen", meinte der OB. Und er erklärte die massive Verzögerung der Fertigstellung mit zahlreichen neu beziehungsweise umzuverlegenden Versorgungsleitungen. Erschwerend für die Arbeiten sei hinzugekommen, dass trotz der Baumaßnahmen die Zufahrt zu Schloss und Landwirtschaftsbetrieb doch gewährleistet gewesen sei.

Dem Baubetrieb Schumacher sei es zu verdanken, dass mit viel Umsicht gearbeitet wurde. "Gedankt wurde es ihm nicht immer", so René Zok noch.

Der Kindergarten Regenbogen, der Kultur- und Heimatverein sowie die Feuerwehr Hohenerxleben sorgten schließlich noch mit Liedern und Gegrilltem für das kulturelle und kulinarische Rahmenprogramm.

Geschaffen sind nun eine neue Straße auf rund 300 Meter Länge, Entwässerung, Wasser- und Stromleitungen einschließlich Hausanschlüssen, eine neue Bushaltestelle sowie der erwähnte Kreisverkehr. Nicht zu vergessen vier Bänke und drei Spitz-Ahorn.

Insgesamt kostete die Baumaßnahme 380 000 Euro, die zu 75 Prozent gefördert werden. Den Rest teilen sich Stadt und Anlieger.

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