Schönebeck (ky) "Durch den veröffentlichten Pressebericht \'Ein Weggang für die Kunst` vom 18. Oktober kam es von Seiten der Kammerphilharmonie leider zu missverständlichen Aussagen, die ein falsches Licht auf die Arbeit von Thomas Enzinger werfen", schreibt Hans-Jörg Simon, Geschäftsführer der Kammerphilharmonie, an die Volksstimme. Die Kammerphilharmonie will daher hiermit "unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass sie die künstlerische Leistung von Herrn Enzinger beim Operettensommer nie in Frage gestellt hat". Darüber hinaus möchte die Kammerphilharmonie feststellen, "dass Herr Enzinger sich nie neuen künstlerischen Impulsen entgegengestellt hat".Das einvernehmliche Ausscheiden aus dem Operettensommer, so Hans-Jörg Simon, hat dementsprechend auch nichts damit zu tun. Im Gegenteil. "Der Inszenierungsstil und die damit verbundene dauerhafte Suche nach neuen Wegen sind der Schlüssel des Erfolges von Herrn Enzinger und auch die Basis für den Erfolg des Operettensommers." Wie Simon weiter mitteilt, hatte Enzinger in seiner Arbeit auf dem Bierer Berg immer den Drang, neue Dinge auszuprobieren und viele verschiedene darstellerische Elemente in seine Inszenierungen einfließen zu lassen. "Daher kam im letzten Jahr auch von ihm der Impuls, Musicaldarsteller in die Inszenierung von \'Maske in Blau` einzubeziehen", sagt Simon. Er teilt weiterhin mit, dass Enzinger die klassische Operettenerzählung dadurch mit Tänzern ergänzen und den Revuecharakter des Stückes bedienen wollte. Gerard Oskamp habe als musikalischer Leiter des Operettensommers dem zugestimmt.

Ein weiteres Missverständnis betrifft die Aussagen bezüglich der Zuschauerzahlen: Das Hochwasser im vergangenen Jahr hatte einen Besucherrückgang zur Folge. "Zum Glück konnten wir 2014 mit \'Maske in Blau` wieder zu den Besucherzahlen der Jahre 2011 und 2012 zurückkehren", schätzt Simon ein. Dieser Anstieg sei selbstverständlich ein Verdienst aller Beteiligten am Bierer Berg und hänge wie in den Jahren zuvor mit der kontinuierlichen Qualität der Inszenierungen von Thomas Enzinger zusammen. "Die Ursache des einvernehmlichen Ausscheidens von Herrn Enzinger ist ausschließlich durch Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Herrn Oskamp zu begründen", sagt Simon. Um dem Operettensommer nicht zu schaden, sind sich die Beteiligten jedoch einig, die Hintergründe intern zu belassen.

"Zusammenfassend bleibt daher zu sagen, dass Thomas Enzinger als Urvater einer der Hauptverantwortlichen für die einmalige Erfolgsgeschichte des Festivals ist", betont der Geschäftsführer. Die Kammerphilharmonie schuldet ihm großen Dank, "denn sein Name ist untrennbar mit dem Erfolg des Schönebecker Operettensommers verbunden", schließt Hans-Jörg Simon seine Mitteilung ab.