Sie wurden oft mit Harke, Besen und Schubkarre gesehen. Ortschaftsräte und Bürger haben sie oft gelobt, weil Förderstedt und seine Ortsteile sauberer und gepflegter aussehen. Das ist das Werk von 35 Ein-Euro-Jobbern, die täglich zugange sind.

Förderstedt l Von März bis November waren 35 Ein-Euro-Jobber in Förderstedt, Atzendorf, Glöthe, Brumby, Üllnitz und Löbnitz aktiv. Für die meisten von ihnen endet die Maßnahme in diesem Monat, die über die Gesellschaft für territoriale Sanierung und Innovation (Gesas) realisiert wurde. Zehn der Arbeiter bleiben in der Winterphase von November bis Februar. Der Rest ist arbeitssuchend oder nimmt die nächste Beschäftigungsmaßnahme im März 2015 auf. "Im Winter können wir nicht draußen arbeiten, sondern bereiten hier in der Halle im Bauhof zum Beispiel die Sitzbänke auf", erklärt Jaqueline Krüger, Projektleiterin, die die Ein-Euro-Jobber anleitet.

Sechs Stunden pro Wochentag waren die 35 Frauen und Männer im Einsatz. 7.30 Uhr morgens ging es los, mit dem Fahrrad, dem Kleinbus vom Bauhof oder Fahrzeugen, die der Stadtpflegebetrieb zur Verfügung stellte. Der sogenannte grüne Bereiche reicht vom Rasenmähen über das Verschneiden von Büschen und Bäumen bis hin zum Laubharken. Aber auch Arbeiten wie die Pflege der Tafelgärten oder das Reparieren von Spielzeug und Fahrrädern der Kita gehörten dazu. Einige Ein-Euro-Jobber haben nachmittags zusätzlich Fahrschule gemacht, damit sie mit Führerschein später mehr Chancen auf eine Anstellung in der freien Wirtschaft haben.

Ihre Aufgaben wurden während der Maßnahme auf die Grüngutannahmeplätze erweitert, die immer mal wegen der Unordnung für Gesprächsstoff sorgten. "Jetzt sind die Plätze tipptopp, wo woher die Ratten herumliefen", sagt Ortsbürgermeister Peter Rotter. An den Containern haben die Frauen und Männer aufgeräumt, während sie nicht für die Annahme eingesetzt werden durften. Für die Abholung des Grünschnitts ist wiederum der Kreiswirtschaftsbetrieb zuständig. "Es gibt Orte wie Löbnitz, in denen läuft die Abgabe gut, in anderen weniger", sagt Peter Rotter. Er fahre jeden Montag und Donnerstag alle Orte ab und melde der Stadt, welche Container voll sind. Die Stadt meldet dann die Abholung beim Kreiswirtschaftsbetrieb an.

Auch was die Grabenpflege betrifft, haben die Ein-Euro-Jobber viel erreicht. Da ein Probepumpen am Ruscheschacht geplant ist, war es wichtig, den Marbegraben in Schuss zu halten. Seit Februar haben regelmäßig 13 Ein-Euro-Jobber zwischen Förderstedt und Löderburg am Marbegraben Rasen gemäht, Laub und Äste entfernt und die Durchläufe freigehalten. Diese Aufgabe haben sie für den Unterhaltungsverband Untere Bode, der für die Grabenunterhaltung zuständig ist, übernommen. "Wir sind da kaum hinterher gekommen", sagt Jaqueline Krüger, "hatten wir an einer Stelle fertig gemäht, war das Gras an der anderen Stelle schon wieder nachgewachsen."

Dazu kam übrigens eine grundhafte Reinigung des Marbegrabens. "Da haben wir drauf bestanden", sagt Peter Rotter, der die Maßnahmen zum Probepumpen im Blick hatte. Zur Grabenschau Anfang Oktober habe man am Triftweg in Förderstedt eine Überschwemmung vorgefunden. Der Unterhaltungsverband verpflichtete sich, den Graben auch grundhaft zu sanieren, also ausschachten zu lassen mit schwerem Gerät - eine Arbeit, die die Ein-Euro-Jobber nicht übernehmen konnten.

Alles in allem konnte Peter Rotter die Ein-Euro-Jobber im Namen des Ortschaftsrats Förderstedt nur loben. "Ihr seid super fleißig gewesen. Die Plätze, Straßen und Gräben sehen wieder gut aus. Und dabei war es sicher nicht immer einfach, da spinnt die Technik und das Wetter spielt auch nicht immer mit." Jaqueline Krüger betonte, dass es "dieses Jahr besser gelaufen ist als in anderen Jahren. Viele von euch haben sich wirklich gedreht und ihr habt viel Leistung gebracht."