Schönebeck (dw) In der Schneidewindstraße in Schönebeck-Bad Salzelmen war am vergangenen Sonntag der Strom weg. Die Stadtwerke Schönebeck als Versorger geben jetzt auf Volksstimme-Nachfrage an, dass die Bewohner in der Zeit von 14 bis zirka 22 Uhr ohne Elektrizität auskommen mussten. Betroffen sei der komplette Straßenzug gewesen, heißt es vom kommunalen Versorger. Eine genaue Anzahl der Haushalte konnte nicht genannt werden.Der Grund für den Defekt sei ein "Leitungsfehler" gewesen, sagt Stadtwerke-Sprecherin Annette Schreiber und nennt nach Rücksprache mit der Betriebsleitung Technik und den Stromnetzverantwortlichen die offizielle Bezeichnung für diese Störung. Das bedeutet aber nicht, dass ein Kabel defekt gewesen ist, sondern ganz konkret eine Hausanschlussmuffe. "Sie musste herausgenommen und durch eine neue ersetzt werden", berichtet Annette Schreiber.Weil die vorausgegangene Fehlersuche und der Muffenersatz sich als sehr umfangreich erwiesen hätten, habe der Stromausfall so lange gedauert, sagt die Sprecherin weiter.Nach dem Eingang der Störungsmeldung, die noch keine Aufschlüsse über die Ursachen gibt, haben die Stadtwerke zunächst einen speziellen Messwagen bestellen müssen. "Mit ihm war die konkrete Fehlersuche möglich und es gelang, die Stelle zu lokalisieren und den Fehler einzumessen", erklärt die Sprecherin. Nötig sei es zudem gewesen, dass ein Mitarbeiter der Stadtwerke alle einzelnen Haushalte der Schneidewindstraße abgehen musste, um die Hauptsicherungen zu kontrollieren. "Das erwies sich als aufwändiger als zunächst vermutet, weil die Zugänglichkeit nicht überall direkt gegeben war", sagt Annette Schreiber.

Auch der Ersatz der Muffe war nicht schneller möglich. Denn dazu waren Tiefbauarbeiten notwendig. Die Stadtwerke mussten auch hierfür ein Fachunternehmen heranziehen. "Die Techniker mussten sich zunächst durch rund 50 Zentimeter Betonboden durcharbeiten."Die Stadtwerke hätten zunächst dafür gesorgt, dass die Stromversorgung wieder hergestellt sei. Das ist auch gelungen. Dennoch stehen Restarbeiten aus. "Die Maßnahme ist noch nicht komplett abgeschlossen", sagt die Stadtwerke-Sprecherin. Man benötige noch einmal das Tiefbauunternehmen. Das hätte aber noch nicht aktiviert werden können, weil seine Auftragslage sehr voll sei. "Sobald die Möglichkeit besteht, sollen die Arbeiten aber vonstatten gehen", sagt Annette Schreiber. Dazu müsse noch einmal für rund eine Stunde der Strom angestellt werden. Die Stadtwerke wollen rechtzeitig über die Medien informieren, wenn es in der Schneidewindstraße zu neuen Arbeiten kommt.