Schönebeck (ky) Die ehemalige Schifferschule in Schönebeck wird künftig komplett für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt. Hintergrund ist, dass die Zahl der Flüchtlinge, die dem Salzlandkreis zugewiesen werden, nicht sinken wird. "2008 haben wir drei Asylbewerberheime im Salzlandkreis geschlossen", sagt Reingard Stephan, Leiterin des Fachbereiches Gesundheit, Ordnung, Sicherheit im Salzlandkreis. Seit Ende 2013 hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die im Landkreis untergebracht werden müssen, jedoch derart erhöht, "dass wir zwei Heime in Bernburg und Aschersleben wieder reaktiviert haben", berichtet sie im Gespräch mit der Volksstimme. In Schönebeck wird nun Stück für Stück die ehemalige Schifferschule in Frohse umfunktioniert. Das Gebäude, so die Fachbereichsleiterin, biete sich aufgrund von Größe und Zuschnitt an. Sobald also eine Lösung für die noch hier lebenden 45 Azubis gefunden ist, was ihre Unterbringung angeht,beginnt der Umbau der Schifferschule zum kompletten Asylbewerberheim. "Wir werden dann an der Anzahl der Küchen etwas verändern, der Sanitärbereich muss erweitert und die Zimmer ausgestattet werden", sagt Reingard Stephan.Einen genauen Zeitplan kann sie noch nicht nennen. Derzeit leben hier 46 Flüchtlinge. Es sind nur Männer. Familien werden bevorzugt in Wohnungen untergebracht. Nach dem Umbau bietet das Gebäude, Am Burgwall, 70 Personen Platz. Insgesamt hält der Salzlandkreis fünf Gemeinschaftsunterkünfte vor. Neben Schönebeck befinden sich drei Gebäude in Bernburg und eines in Aschersleben. Außerdem mietet der Landkreis bis dato 84 Wohnungen für Flüchtlingsfamilien an. Diese befinden sich in Bernburg, Calbe, Förderstedt, Güsten, Schönebeck, Staßfurt und Aschersleben.