Staßfurt (rki) Das zwischen der Schlachthofstraße und der Förderstedter Straße liegende Wohngebiet "Friedensring" will die Stadt Staßfurt aufwerten. Dafür soll die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost beantragt werden.Davon erhofft sich die Verwaltung die Bereitstellung von Fördermitteln für den Abriss von insgesamt 107 Wohneinheiten. Dabei handelt es sich um die drei Blöcke mit den Eingangsnummern 1 bis 5 (17 Wohnungen), 7 bis 11 (18 Wohnungen), 10 bis 20 (36 Wohnungen) und 13 bis 23 (36 Wohnungen). Deren Rückbau war ebenso wie die Beseitigung von 15 Wohnungen in der Stillen Straße 1 bis 5 vom Stadtrat mit dem Restrukturierungskonzept für die Wohnungs- und Baugesellschaft (Wobau) beschlossen worden.Gegen die Abrisspläne laufen die Mitglieder der Fraktion UWG Salzland/AfD Sturm. Denn diese widersprächen dem Stadtentwicklungskonzept, sagte Matthias Büttner in der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses des Stadtrates. "Wir sehen da keinen Sinn drin. Die Begründung für die Beseitigung der Blöcke können wir nicht nachvollziehen. Der derzeitige Zustand ist durch die Wohnungs- und Baugesellschaft absichtlich hervorgerufen worden", fügte Büttner hinzu. Die Fraktion will, dass diese Gebäude privaten Investoren zum Kauf angeboten werden. Dadurch würde niemand ein Schaden entstehen. Im Gegenteil, man könnte den Käufer bitten, dort und in der Stillen Straße Sozialwohnungen zu schaffen, so Büttner. Ausschusschef Klaus Stops (CDU), sagte, er könne die von Büttner genannten Probleme, sehr gut nachvollziehen, was das Freiziehen der Wohnungen betreffe.Für Oberbürgermeister René Zok (parteilos) kam der Antrag der UWG Salzland/AfD überraschend. Er verwies auf den hohen Wohnungsleerstand im Friedensring. Das sei auch bedingt durch die fehlenden Versorgungseinrichtungen und Geldautomaten sowie auf die schlechte Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Hinzu komme, dass der Zuschnitt der Wohnungen, die man 1992/1993 erstmals mit neuen Fenstern und einer Heizung versehen habe, nicht mehr zeitgemäß sei. Mehr dazu am Mittwoch in der Volksstimme und im E-Paper.