In der Bodestraße in Bördeaue gibt es Probleme mit dem Verkehr. Schwere Fahrzeuge, beklagen Anwohner, belasten und schädigen die Wohnhäuser am Straßenrand.

Bördeaue l In der Bodestraße in Bördeaue gibt es Probleme mit dem Verkehrsaufkommen. Anwohner der einst als Spielstraße ausgewiesenen Ortsstraße beklagten bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates eine starke Zunahme des schweren landwirtschaftlichen Verkehrs in ihrer Straße. Die Belastung sei so groß, berichteten einige Anwohner, dass bereits die Bausubstanz der Gebäude am Straßenrand Schaden nehme. In den vergangenen Wochen, so ein betroffener Hausbesitzer, hätten sich die Risse in seiner Hauswand vervielfacht.

Die schweren Fahrzeuge erzeugten beim Befahren der Straße Schwingungen, die sich bis in die Häuser fortpflanzten, hieß es weiter.

Mit weiteren Schäden rechnen die Bürger, da auf einem angrenzenden Acker noch Zuckerrüben liegen, die demnächst abtransportiert werden sollen. Dabei könne ein Gespann fast 60 Tonnen Gewicht haben, sagte ein Anwohner, der sich zuvor erkundigt hatte. Er forderte ein Einschreiten der Kommune, um weiteren Schaden an den Gebäuden zu vermeiden. Bürgermeister Peter Fries (CDU) sagte, dass er in der jüngsten Vergangenheit ebenso das Kanalnetz in der Straße prüfen lassen habe, um auszuschließen, dass die Risse in den Gebäuden durch Undichtigkeiten des Netzes kommen. Das Netz, so habe die Überprüfung ergeben, sei allerdings in Ordnung.

Probleme sehe er bei einer vorhandenen Aufpflasterung der Straße. Die wolle er in einer kurzfristig angesetzten Baumaßnahme entschärfen. Statt einer steilen Pflasterung soll die Aufpflasterung langgezogen werden, kündigte er an. Damit solle verhindert werden, dass die schweren Fahrzeuge wie auf einer Sprungschanze hinter der Aufpflasterung auf den Boden knallen und so die Schwingungen auslösen.

Die Anwohner sehen allerdings noch mehr Handlungsbedarf, wie sie dem Gemeinderat vortrugen. Die Kommune solle die Straße wieder als Spielstraße ausschildern, schlugen sie vor. Denn regelmäßig spielen die Kinder dort, betonten sie. Eine andere Möglichkeit wäre außerdem, die Straße für schwere Fahrzeuge generell zu sperren, schlugen sie vor. So könnte die Gemeinde die Sperrung für Fahrzeuge, die schwerer als 16 Tonnen sind, beantragen. Schließlich, begründeten sie ihren Vorschlag, sei die Straße seinerzeit nicht für große Lasten ausgebaut worden. Deutlich sei bereits der Verschleiß der Straße durch die Nutzung der Landwirtschaft zu erkennen, machten sie deutlich.

Bürgermeister Peter Fries ließ offen, ob die Gemeinde die Einschränkung beantragen werde. Unklar sei, ob die Gemeinde mit so einem Antrag durchkomme.

Er riet dafür, sich dringend mit dem Landwirt in Verbindung zu setzen, der seinen Acker in unmittelbarer Nähe habe. Das direkte Gespräch mit den Landwirten sei meist sehr viel erfolgversprechender, teilte er seine Erfahrung mit.

Zunehmend falle es der Gemeinde aber schwerer festzustellen, wer aktuell die Ackerflächen bewirtschafte. Ständig wechsele der Landwirt, weil die Bauern die Flächen weiter verpachteten, sagte er. Dennoch wolle er schnell das Gespräch suchen, um das Problem zu lösen. Es gebe noch andere Zufahrten zu dem betreffenden Ackerstück, machte er deutlich. Wenn die Landwirte dies wüssten, könnten sie auch die Unternehmer, die in ihrem Auftrag die Rüben abfahren, entsprechend einweisen und so den Verkehr aus der betroffenen Straße leiten.

Sollte die Straße aber weiter intensiv von schweren Fahrzeugen genutzt werden, müsste sie bald erneuert werden, meinten die Anwohner. Das koste dann sehr viel Geld. Aufbringen müssten dies dann zum größten Teil die Grundstücksbesitzer, machten sie klar.