Staßfurt l Das Salzvorkommen und die damit verbundene Geschichte müssen nach Einschätzung des Wirtschaftsförderers der Stadt Staßfurt, Christian Schüler, noch besser vermarktet werden. Man habe gute Chancen, damit überregional wahrgenommen zu werden. Das könne die Salzstadt, die weltweit als Wiege des Kalibergbaus bekannt ist, aber nicht allein stemmen.

"Deshalb haben wir versucht, ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen", berichtete Schüler Montagabend im Bau- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrates. Darin sollen die Mittelzentren des Salzlandkreises und weitere Städte der Planungsregion Magdeburg mitarbeiten.

Inzwischen habe man 31 Partner für eine Mitarbeit gewinnen können, sagte Schüler und fügte hinzu: "Wir wollen mit dem Tourismusmarketing gemeinsam weitere Pflöcke einschlagen." Dazu wird auch eine spezielle Webseite erstellt, die auf den Seiten der Partner gegenseitig verlinkt werden soll.

Die Umsetzung dieses Projektes mit derzeit insgesamt 14 Stationen soll eine Förderung in Höhe von rund 50 000 Euro erleichtern. Dadurch bestand die Möglichkeit, den Flyer "Salzige Tour" zu erstellen und auf den Markt zu bringen. Das erste Exemplar stellte Schüler den Ausschussmitgliedern vor. Das anspruchsvolle farbige Druckwerk durch die Entedeckerregion Magdeburg, Elbe, Börde und Heide führt die Betrachter unter der Überschrift "Salzige Tour" zuerst zum "weißen Gold" in Staßfurt. Es stellt das Strandsolbad, das Stadt-und Bergbaumuseum, die Sammlung der Freunde der Staßfurter Rundfunk- und Fernsehtechnik sowie das Traditionsbahnbetriebswerk Staßfurt vor. Danach folgen die Kreisstadt Bernburg mit ihren Sehenswürdigkeiten, Breitenhagen, Schönebeck, Sülldorf, Magdeburg, Burg, Genthin, Zielitz, Wolmirstedt, Ummendorf, Hadmersleben, die Egelner Mulde und die Gemeinde Bördeaue.

Schüler: "Wir sind stolz darauf, dass unsere Stadt als Initiator und Themengeber fungiert hat und dass das Strandsolbad an erster Stelle genannt wird. Davon erhoffen wir uns mehr Tagestouristen." Das Netzwerk soll am 13. Januar 2015 offiziell gestartet werden.