Viele Baumängel am erst sanierten und umgebauten Feuerwehrgerätehaus Etgersleben sahen die Mitglieder des Brand- und Katastrophenausschusses am Mittwochabend. Ausschusschef Christian Boos (CDU) rechnet mit einem großen Schaden.

Etgersleben l Vor gut einem halben Jahr wurde das umgebaute Feuerwehrgerätehaus in Etgersleben offiziell eingeweiht. Als sich am Mitttwochabend die Mitglieder des Brand- und Katastrophenschutzausschusses des Verbandsgemeinderates das Haus von Ortswehrleiter Wolfgang Meyer zeigen ließen, erfuhren sie von vielen Baumängeln.

So lief den Feuerwehrleuten bereits das Gerätehaus mit Wasser voll, als es einmal etwas kräftiger regnete, schilderte der Wehrchef. Bauschäden zeigen sich außerdem an einigen Außenwänden der Fahrzeughalle. Offenbar drückt hier Feuchtigkeit von außen in das Mauerwerk. Salpeter zeigt sich im Innern. Christian Boss, im Hauptberuf Architekt, sprach von großen und teueren Baumängeln bei der Begehung. Die Bauverwaltung müsse das Bauunternehmen im Rahmen der Gewährleistung zur Nachbesserung auffordern, sagte er. Unzufrieden zeigte er sich als Fachmann ebenso über einige der Arbeiten. So wurde im Außenbereich ein Holzbalken im Boden montiert. Hier drohe ein Schaden, meinte er. Es sei allgemein bekannt, dass Holzbalken einige Zentimeter über dem Boden montiert werden müssten, damit sie dauerhaft halten. Noch nicht installiert, zeigte der Ortswehrleiter auf kahle Wände, sei die vorgeschriebene Notbeleuchtung. Seiner Kenntnis nach sei sie im Projekt für den Umbau vorgesehen gewesen, aber aus unbekannten Gründen noch nicht angebaut worden. Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr, der an der Sitzung teilnahm, kündigte an, dass das Bauamt der Verbandsgemeinde mit der Baufirma Kontakt aufnehmen werde. Für rund 360 000 Euro hatte die Verbandsgemeinde das Gerätehaus umbauen lassen, um es auf einen aktuellen Stand zu bringen. Mehrere Tausend Euro hatte der Förderverein der Feuerwehr Etgersleben nach dem Umbau noch zusätzlich investiert. Dafür haben sich die Kameraden ein Lager auf dem Dachboden des Hauses eingerichtet, zeigte der Ortswehrleiter. Hier lagert Einsatzbekleidung für die Feuerwehrleute. Wird die Einsatzbekleidung im Einsatzfall verschmutzt oder gar kontaminiert, hält die Feuerwehr einen zweiten Satz Einsatzbekleidung vor. Damit bleiben die Feuerwehrleute weiter einsatzbereit, bis die verschmutzte Kleidung wieder gereinigt sei, begründete die Feuerwehr.