Geplant war es schon für 2011 und für 2013. Im dritten Anlauf schafft es die Deutsche Bahn (DB) nun wohl doch, die Wege zu den Bahnsteigen des Güstener Bahnhofs zu modernisieren. Das einst prächtige Empfangsgebäude verwahrlost dagegen weiter. Reisende sprechen von "Schande für Güsten".

Güsten l In einem Volksstimme-Beitrag am 25. Februar 2011 war die Änderung der Zuwegung zu den Bahnsteigen des Güstener Bahnhofs von der DB angekündigt worden - auch nachdem oftmals Kritik von Reisenden und im Stadtrat geäußert worden war. Am 22. Februar ein Jahr später gab es erneut eine Veröffentlichung zu den Vorhaben der Bahn. Es änderte sich allerdings nichts.

Hoffnung ließ die Bahn erneut mit entsprechenden Informationen in einem Bericht am 5. April 2013 verbreiten. Darin wurde auf die Fertigstellung der angekündigten Maßnahmen, zu der auch die Schließung des Tunnels aus Richtung Bahnhofsgebäude gehören sollte, verwiesen.

Inzwischen sind die alten Überdachungen der Bahnsteigtreppen abgerissen, laufen die Vorbereitungsarbeiten zum Einbau der Einhausungen. Reisende berichten, dass die Arbeiten bereits im Sommer begannen, allerdings nur sehr schleppend vorwärts gingen oder sogar wochenlang ruhten.

Auf die Frage, wann nun mit der Fertigstellung gerechnet werden kann, reagierte ein Bahnsprecher: "In der 50. Kalenderwoche." Die Umgestaltung koste etwa 900 000 Euro. Etwa ein Weihnachtsgeschenk?

Ein erstes zumindest. Denn der Zustand des einst prächtigen Bahnhofsgebäudes ärgert Reisende wie Güstener nach wie vor. "Es ist eine Schande für Güsten", meinte erst am Sonntag wieder ein Reisender: "Bloß weg von hier", konnte er seinen Zug kaum erwarten.

Unterdessen erklärte Bürgermeister Helmut Zander das Thema Bahnhofsgebäude, das übrigens mittlerweile einer Ukrainerin gehören soll, die allerdings nicht auffindbar ist, einmal mehr zur Chefsache. Dieser Tage hat Zander einen Gesprächstermin mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn, wie er vergangene Woche auf Nachfrage mitteilte.

 

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