Staßfurt l Wenig erfreut war die Deutsche Marktgilde, als sich Händler vom Staßfurter Wochenmarkt über die neue Standgebührenpraxis beschwerten (Volksstimme berichtete). Allerdings hatte die Veröffentlichung jener Meinungen eine Umfrage zur Folge, die die Gilde selbst durchführte. Anonym. Anonym deshalb, weil nicht die Absender von Interesse seien, wie Frank Hadan von der Marktgilde erklärte. Repräsentativ sollte sie aber sein.

Nun liegen erste Ergebnisse daraus vor. Demnach beteiligten sich 14 von etwa 30 Händlern, die durchschnittlich den Markt belegen. Immerhin gaben neun der Händler an, dass der Artikel "Große Klappe - große Gebühr" ihre persönliche Meinung voll oder teilweise widergespiegelt habe. Die Marktgilde hatte konkret danach gefragt.

Acht der nur zwölf zur Frage der Marktzeiten antwortenden Händler sind dafür, die Zeiten dienstags und freitags, jeweils von 9 bis 14 Uhr, beizubehalten, drei wollen sogar kürzere Zeiten. Ein Händler würde gern länger bleiben. Dabei wurde einmal gesondert angegeben, dass es keine Ausnahmen bei der Einhaltung der Öffnungszeiten geben dürfte und das auch kontrolliert werden müsste. Mit den beiden Wochentagen waren alle 14 der antwortenden Händler zufrieden. Einer würde sich über einen zusätzlichen Tag - Sonnabend "für die arbeitende Bevölkerung" - freuen.

Acht Händler würden sich mehr Werbung und Aktionen für den Markt wünschen. Mit einer Verlegung erklärten sich nur vier einverstanden (drei Neumarkt, einer Sperlingsberg). Zehn wollen auf dem Benneck`schen Hof bleiben.

Hinweise wie "Ich sehe von meinem Stand aus nur auf Transporter, wie meine Kunden", oder "Zweimal im Jahr Marktfrau Regine" nahm die Gilde ebenfalls auf. Und sie würde sich über weitere Hinweise zum Thema Staßfurter Wochenmarkt auch von den Kunden freuen. Als Redaktion würden wir diese an die Gilde weiterleiten.