Hohenerxleben l Stadtratschef Sven Wagner geht für die Staßfurter Sozialdemokraten bei der Oberbürgermeisterwahl am 29. März des kommenden Jahres ins Rennen.

Der 40-jährige zweifache Familienvater, der auf eine 20-jährige kommunalpolitische Erfahrung verweisen kann, wurde Montagabend in einer SPD-Mitgliederversammlung im Schloss Hohenerxleben nominiert. Für Wagner, der ohne Gegenkandidaten antrat, stimmten alle neun anwesenden Genossen.

Landrat Markus Bauer (SPD) und SPD-Ortsvereinschef Michael Hauschild gratulierten Wagner und wünschten ihm viel Erfolg. "Ich freue mich über Sven Wagners Kandidatur", sagte Bauer, der von den Qualitäten seines Parteifreundes überzeugt ist.

"Wir haben einen guten Kandidaten. Wenn wir und unsere Symphatisanten ihn mit allen Kräften unterstützen, dann kann er es schaffen", sagte Eberhard Müller und rief Wagner zu: "Du hast die Chance. Nutze sie!"

Wagner, der im Sommer nach der Kommunalwahl das Vertrauen der Fraktionen als neuer Stadtratschef erhielt, bedankte sich für das Vertrauen der Parteibasis. Er sieht sich als überparteilichen Moderator.

"Durch die Tätigkeit als Stadtratsvorsitzender bin ich bei allen Parteien akzeptiert und versuche, zwischen diesen zu vermitteln. Diese Überparteilichkeit möchte ich auch als Oberbürgermeister fortführen, da wir unsere wichtigen Vorhaben nur gemeinsam meistern können", sagte Wagner, der seit mehr als sieben Jahren auch Ortsbürgermeister von Hohenerxleben ist, der Volksstimme.

Wagner, der hauptberuflich als AOK-Diplom-Betriebswirt tätig, ist, hofft auf einen fairen und respektvollen Wahlkampf. Der Sozialdemokrat setzt dabei auf gute Ideen seines Wahlkampfteams und will auch die Firmen in der Stadt um Unterstützung bitten.

"Wir haben uns mit unserer Entscheidung für einen eigenen Kandidaten bewusst Zeit gelassen, um zu schauen, wer tritt wo an", sagte Hauschild, der vor sieben Jahren in die Stichwahl kam und dann gegen René Zok (parteilos) verlor.

"Wir wollten keinen Zugereisten", sagte Klaus Engel. "Vielleicht", so Hauschild, "gelingt es uns, in Staßfurt wieder einen SPD-Bürgermeister zu bekommen. Der letzte war Hermann Kasten." (Kasten war am 4. Februar 1933 vor seinem Wohnhaus von einem minderjähriger Gymnasiasten, der vermutlich von der Nazipropaganda beeinflusst worden war, erschossen wurden.)

Wagner ist neben René Zok, Simona Rössing (für die Linken) und Christian Boos (CDU) der vierte Bewerber, der seine Kandidatur öffentlich gemacht hat.