Zur 17. Burgweihnacht auf der Wasserburg Egeln freuten sich die Organisatoren über einen neuen Besucherrekord. Mehrere Tausend Besucher stimmten sich in den alten Mauern auf das Weihnachtsfest ein.

Egeln l Die 17. Burgweihnacht auf der Egelner Wasserburg wird den Organisatoren noch lange in guter Erinnerung bleiben. Denn diesmal gab es einen absoluten Besucherrekord, sagt Uwe Lachmuth. Zahlen wolle der Förderverein nicht nennen, aber einige Tausend Besucher seien es schon gewesen, die sich den Weihnachtstrubel auf der Burg nicht entgehen lassen wollten.

Zumal diesmal auch die äußeren Bedingungen gut mitspielten. Das trockene Wetter lockte vor allem viele Magdeburger in die kleine Bodestadt. Nach kurzer Zeit wurden bereits die Parkplätze in der Innenstadt knapp. Kurzerhand stellten sich die Besucher dann auf den Rathausplatz. "Im kommenden Jahr müssen wir uns wegen der Parkflächen etwas einfallen lassen", sagte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr. Die Stadt müsse den Verkehr dann mehr lenken, rät er.

Viel zu erleben gab es auf dem Burghof auch in diesem Jahr. Carlinga und Knecht, zwei Hobbymusiker, sorgten für Unterhaltung und Kurzweil auf dem Innenhof. Zahlreiche Musiker wechselten sich auf dem Burghof ab.

Mit einem Schild, dass sein Atelier überfüllt sei, versuchte noch Maler Klaus Gumpert den Menschenstrom etwas zu beeinflussen. Dennoch drängelten sich hier ebenso die Besucher um den großen Tisch, an dem er saß. Zur Unterhaltung verlegte er sich ebenso auf das Musizieren.

Ein Märchenspiel hatten die Grundschüler mitgebracht. Auf der Freilichtbühne zeigten sie ihre Schauspielkunst. Im Keller wartete dagegen Gabriele Klingberg. Als Hexe verkleidet, erwartete sie die Mädchen und Jungen. Zahlreiche knifflige Aufgaben hatte sie für sie vorbereitet. Dabei ging es vor allem darum, einige Märchen zu erkennen. Einen kleinen Lohn gab es für die Kinder anschließend. Kaum hochschauen konnten die Mitglieder des Fördervereins, die an ihrem Stand Schmalzkuchen und Mandeln zubereiteten. Die Nachfrage riss den ganzen Nachmittag über kaum ab. Im Dauereinsatz war Christine Kunert an den beiden Pfannen, in denen sie die Mandeln röstete. Nicht weniger gut besucht zeigte sich die Ritterklause. Hier gab es kräftige Getränke, die die Menschen gegen die Kälte wärmten. Neben Glühwein gab es hier außerdem die berühmte Feuerzangenbowle. Am späten Nachmittag besuchte dann noch Otto von Hadmersleben, der ehemalige Burggraf den Weihnachtsmarkt. Anstatt eines Weihnachtsmannes übernimmt in Egeln immer der Burggraf das Beschenken der Kinder. Standesgemäß ließ sich Uwe Lachmuth in der historischen Kostümierung in den Burghof auf einem Wagen sitzend, vorfahren. Nach gut vier Stunden war der Weihnachtsmarkt dann mit dem Anbruch des Abends schon wieder vorbei. Noch einige Stunden länger hätten es wohl viele Besucher ausgehalten. In guter Erinnerung werden die Bürger die Burgweihnacht bestimmt behalten, ist sich Burgherr Uwe Lachmuth in diesem Jahr sicher. Viele Bürger hätten sich über die Veranstaltung gefreut, sagte er.

   

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