Sein umfangreiches Leistungsspektrum stellte der DRK-Kreisverband Staßfurt-Aschersleben interessierten Bürgern erstmals bei einem Tag der offenen Tür vor. Sie konnten sich im Katastrophenschutzobjekt Staßfurt umsehen.

Staßfurt l Von Erfolg gekrönt war diese Premiere in der von-der-Heydt-Straße, was die Zahl der Besucher anbelangt, nicht. Davon wollen sich die Veranstalter aber nicht entmutigen lassen.

"Wir werden im nächsten Jahr noch einmal einen Tag der offenen Tür gestalten, dann aber in der Mitte des Jahres und wenn das Wetter schöner ist", sagte die neue Kreisgeschäftsführerin Kathrin Fries.

"Jeder, der sich in seiner Freizeit sinnvoll betätigen will, ist bei uns herzlich willkommen."

Bei dieser Gelegenheit soll den Besuchern nicht nur die moderne Rettungstechnik vorgestellt werden, über die das Deutsche Rote Kreuz im Altkreis Aschersleben-Staßfurt verfügt. Es gehe vor allen Dingen auch darum, durch solche Aktivitäten weitere ehrenamtliche Helfer für eine Mitarbeiter beim DRK zu gewinnen.

Fries: "Wir suchen immer Ehrenamtliche und nicht nur junge Leute. Jeder, der sich in seiner Freizeit sinnvoll betätigen will, ist bei uns herzlich willkommen." Da gebe es keine Altersgrenze. Interessenten können auch 60 oder 65 Jahre alt sein. Zu tun gebe es für jeden genug.

"Die Funktechnik zum Beispiel muss regelmäßig gepflegt werden", sagte die Kreisbereitschaftsleiterin Anett Mingram.

"Unsere Dienstabende sind alle 14 Tage immer freitags ab 18 Uhr in unserem Katastrophenschutz-Objekt in der von-der-Heydt-Straße in Staßfurt", rührte die neue Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Ingrid Sura, die Werbetrommel. Da könne jeder gern mal reinschauen. Der nächste Dienstabend sei für den 16. Januar des kommenden Jahres geplant.

Interessenten hätten die Möglichkeit, sich vorab per Telefon (0173) 6153 629 noch weiter zu informieren oder sich in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes in der Bodesstraße in Staßfurt zu melden.

Der DRK-Kreisverband verfügt derzeit über rund 2000 Mitglieder plus weitere ehrenamtliche Helfer, sagte Sura. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören die Blutspenden, die Ersthelfer-Ausbildung, die Schwangerenberatung, der Schulsanitätsdienst sowie die Altkleiderkammer für die Versorgung der Sozialschwachen. Darüber hinaus wären noch das Altenpflegeheim in Hecklingen mit rund 100 Plätzen und die Sozialstation in Hecklingen zu nennen.

Der Bereich Katastrophenschutz, der seit 1997 im Objekt in der von-der-Heydt-Straße in Staßfurt untergebracht ist und dort über einen Fuhrpark von acht Fahrzeugen verfügt, kommt bei einem Massenanfall von mehr als zehn Verletzten zum Einsatz.

"Das gilt bei einer Großschadenslage. Dann werden wir alarmiert, wenn der normale Rettungsdienst nicht mehr ausreicht", sagte Mingram. So waren die Staßfurter Sanitäter zum Bespiel auch beim letzten Hochwasser im Dienst, um Unterstützung zu geben.

Eines der Flaggschiffe des DRK-Kreisverbandes ist der vom Bund bereitgestellte Sanitäts-Gerätewagen. Mit dessen Technik können 25 Patienten medizinisch versorgt werden. Er verfügt über ein Luftzelt, Beatmungsgeräte, Krankentrage Verbandsstoffe, Medikamente und Infusionslösungen.

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