Die Sicherung des Fachkräftebedarfs für die heimischen Unternehmen liegt Oberbürgermeister René Zok sehr am Herzen.Aus diesem Grund unterstützt die Stadt auch das Motivations- und Orientierungszentrum (MOZ) des Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) in Staßfurt.

Staßfurt l Bei seinem Besuch überreichte das Stadtoberhaupt im Beisein des Wirtschaftsförderers der Stadt, Christian Schüler, dem Geschäftsführer des BBRZ Aschersleben, Klaus-Dieter Graul, einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Das Geld hatte die Kommune vom Land als Anerkennung für den dritten Platz bei der Verleihung des Demografiepreises Sachsen-Anhalt 2014 in der Kategorie "Initiativen zur Fachkräftesicherung in Sachsen-Anhalt!" für die Einreichung des Projektes "Netzwerk für Fachkräftesicherung in Staßfurt" bekommen. Damit wurden die Aktivitäten der Stadt, insbesondere für die Organisation der Berufsorientierungstage (BOT), ausgezeichnet.

"Ich sehe das als Anerkennung und Würdigung für unser gemeinsames Ziel der Fachkräftesicherung", sagte Zok vor der Scheckübergabe und stellte fest: "Das Geld ist im MOZ an der richtigen Stelle. Alle Beteiligten haben in diesen Standort sehr viel Kraft investiert." Der Oberbürgermeister nutzte die Chance, sich bei all denen zu bedanken, die aktiv im Netzwerk mitarbeiten. Es gebe noch einen großen Bedarf auch in Staßfurt.

"Wir versuchen, gute Partner für die Wirtschaft zu sein. Doch die Unternehmen erkennen das noch nicht", sagte BBRZ-Gerschäftsführer Alfred Radl. Er wünscht sich eine größere Resonanz. "Es wird oft geschimpft, dass die Schüler nichts können. Doch sie können es, wenn man sich um sie bemüht und sie herausfordert", ist Radl fest überzeugt. Und genau das ist der Ansatz des Motivations- und Orientierungszentrums auf dem Gelände des Sodawerkes, den Sekundarschülern und Gymnasiasten die Möglichkeit zu geben, ihre Stärken herauszufinden und zu schauen, welche Berufsangebote der Region am besten dazu passen.

"Das im letzten Jahr rund 50 Prozent der Schulabgänger Staßfurt verlassen haben, sollte uns nachdenklich stimmen", so Radl.

"Wir sind aufgefordert, etwas für die jungen Leute zu tun."

Sein Kollege Klaus-Dieter Graul äußerte sich sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Er sicherte zu, das Geld für die Verbesserung der Arbeit im MOZ einzusetzen. "Wir sind aufgefordert, etwas für die jungen Leute zu tun", sage Graul.

Das BBRZ unterhalte das Haus in Staßfurt, das 2005 als MOZ errichtet wurde, schon seit Jahren mit einem Riesennetzwerk. Graul: "Es geht darum, den Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen." Dieses Angebot hätten im Schuljahr 2013/2014 über 300 Schüler der siebten und achten Klassen der Sekundarschulen aus Staßfurt, Egeln und Schneidlingen genutzt. Auch die 6. Klassen des Gymnasiums Staßfurt seien im MOZ gern gesehene Gäste.

Die Einrichtung verfügt neben einer Holz- und Metallwerkstatt über einen kaufmännischen Bereich und einen Kreativbereich. Das MOZ erinnert an den zu DDR-Zeiten erfolgreich praktizierten Unterricht in der Produktion. Das MOZ beteiligt sich auch am Projekt "Berufsauswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren". Damit soll eine erfolgreiche Grundlage für den Berufseinstieg des Nachwuchses geschaffen werden.