So hatten sich die fleißigen Organisatoren den Förderstedter Weihnachtsmarkt nicht vorgestellt. Kaum mit Jagdhornkonzert und Salutschießen begonnen, öffnete der Himmel am Sonnabendnachmittag seine Schleusen mit Donner und Hagel.

Förderstedt l Als wollte Petrus zeigen, dass er lauter kann, dauerte es nach dem Salutschießen der Förderstedter Schützen kaum eine halbe Stunde, und mit Donner und Hagel wurden die anfangs recht zahlreichen Besucher vom Rathausplatz gefegt. Das Konzert der Groß-Börnecker Jagdhornbläser aus den geöffneten Rathausfenstern war verklungen, Weihnachtsmann Bolle konnte gerade noch einige Kinder mit Süßigkeiten beschenken, da begann es zu stürmen, wie aus Kannen zu gießen und sogar zu hageln. Einige Marktbesucher fanden Schutz unterm Bühnendach.

Dabei hatten sich die Organisatoren wieder richtig viel Mühe gegeben. Muttis und Erzieherinnen der Kita Benjamin Blümchen bestückten eine Tombola, bei der jedes Los gewann. Im vergangenen Jahr waren immerhin 230 Euro zusammen gekommen, die für einen Besuch des Hofs der klugen Tiere in Atzendorf für die gesamte Kita verwendet wurden. Der Staßfurter Bikerstammtisch veranstaltete eine Spendensammlung für den Magdeburger Förderkreis Krebskranke Kinder und lobte unter anderem ein Pfefferkuchenhaus als Tombolagewinn aus. Ein Kinderkarussell drehte sich vorm Rathaus. Und natürlich wurden ordentlich Buletten und Grünkohl gebrutzelt sowie Glühwein ausgeschenkt. Losbuden lockten und vielfach lockten weihnachtliche Geschenk-Ideen. Nur das Wetter spielte eben nicht mit.

Behaglicher war es da noch vor Beginn des Weihnachtsmarkts in der St.-Petri-Kirche. Der Männerchor Liederkranz Förderstedt und der Frauenchor Groß Börnecke hatten eingeladen und sorgten mit ihrem Konzert für weihnachtliche Stimmung. Die Zuhörer - in der voll besetzten Kirche übrigens auch wieder Oberbürgermeister René Zok und sein Herausforderer bei der anstehenden OB-Wahl Sven Wagner - erlebten selten zu hörende Lieder wie "Ave Maria - Wenn ich ein Glöcklein wär". Da ging das von beiden Chören gemeinsam gesungene "Sancta Maria" förmlich unter die Haut. Es spricht für sich, dass die Chorleiter Bernhard Frost und Jörg Biedermann nur zwei gemeinsame Proben für die gelungene Darbietung benötigt hatten. Die Fortsetzung der Konzert-tradition am 4. Advent fand einmal mehr viel Beifall.

Der Weihnachtsmarkt fand übrigens am Sonntag dann doch noch ein gutes Ende, auch was das Wetter betrifft. Das Donnerwetter vom Vortag wird wohl dennoch in Erinnerung bleiben.

   

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