In der Freiwilligen Feuerwehr Egeln ist ein neues Einsatzfahrzeug stationiert. Es ersetzt gleich zwei alte Einsatzfahrzeuge und soll die ehrenamtliche Arbeit für die freiwilligen Feuerwehrleute erleichtern.

Egeln l Seit einigen Wochen rückt die Feuerwehr Egeln mit einem nagelneuen Einsatzfahrzeug aus. Noch im Oktober erhielt die Bodestadt ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). Stolze 326 000 Euro hat das Fahrzeug gekostet, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr. Dank einer Förderung vom Land, erhielt die Verbandsgemeinde einen 150 000 Euro schweren Zuschuss vom Land. Eigentlich, fährt Michael Stöhr fort, wäre das Fahrzeug noch deutlich teurer gewesen. Die Kosten konnten gesenkt werden, weil viele Ausrüstungsgegenstände der ausrangierten Fahrzeuge übernommen wurden. Alles, was noch benutzbar und in gutem Zustand war, haben die Egelner umgeladen.

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ersetzt gleich zwei Einsatzfahrzeuge. Ausgerüstet ist der große Lastkraftwagen mit rund 15,5 Tonnen Gewicht sowohl mit einer Ausrüstung für die technische Hilfeleistung, als auch die Löschwasserversorgung. In dem geräumigen Aufbau hinter der Fahrerkabine verbergen sich die ganzen Hilfsmittel der Blauröcke. Neben einem schweren Rettungsgerät sind hier außerdem Kettensägen und die elektrotechnische Ausrüstung verlastet. Damit sei das Fahrzeug bei einem Unfall die erste Wahl für die Feuerwehrleute, meint Wehrleiter Edwin Zwintzscher.

In dem großen Aufbau verbirgt sich aber ebenfalls die Ausrüstung für einen Löscheinsatz. Als Löschgruppenfahrzeug bringt der Wagen nicht nur sehr viel Schlauchmaterial mit. Außerdem transportiert der Lastkraftwagen ebenso zwei Tonnen Wasser im Innern. Über die moderne Pumpe, die im Fahrzeugheck verbaut ist, kann die Feuerwehr zunächst ohne eine zusätzliche Löschwasserentnahmestelle eine Brandbekämpfung vornehmen, beschreiben die Feuerwehrleute den Vorteil.

Im Innern sei das Fahrzeug außerdem sehr geräumig, räumt der Wehrleiter ein. Wenn sich beispielsweise die Feuerwehrleute schon auf der Fahrt zum Einsatzort die schweren Atemschutzgeräte anlegen müssen, sei dies nun sehr viel bequemer, als in dem ausrangierten Löschgruppenfahrzeug.

Neben den Einsätzen im Ort ist die Feuerwehr Egeln mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug auch im Fachdienst Brandschutz innerhalb des Landkreises organisiert, sagt der Wehrleiter. Bereits fünf Einsätze sind die Egelner mit ihrem neuen Einsatzfahrzeug gefahren.

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