Die vierte Veranstaltung des Lebendigen Adventskalenders fand bei Karina, Lara und Olaf Schneider und ihrer Mutter Irene Deuse in der Karl- Marx- Straße 29 in Üllnitz statt. Diesen schönen Brauch, der die Nachbarschaft fördert, gibt es schon seit Jahren.

Üllnitz l An den vorherigen drei Adventswochenenden waren bereits die Familien Boße und Loth/Schmidt, beide in der Straße der Einheit, sowie Schaffrinna in der Karl-Marx-Straße in Üllnitz Gastgeber. Bei Familie Schneider- Deuse war der Carport auf dem Hof in ein Gästezimmer verwandelt worden. Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, Weihnachtslieder aus der Musikanlage, zwei Feuerkörbe auf dem Hof und viele kleine Lichter verbreiteten eine gemütliche Adventsatmosphäre. Auf einer Seite war ein Tisch als Bar aufgestellt. Hier gab es Hexensuppe, eine Kartoffelsuppe mit Kräutern, Schmalzstullen und Würstchen für jeden.

An Getränken konnte man zwischen einem leckeren Apfelpunsch und einem äußerst gehaltvollem Glühwein wählen. Die Gastgeber hatten nur damit zu tun, immer wieder alles nachzuliefern. Aber jeder war mit dem Gebotenen zufrieden.

Erwünscht waren aber auch Spenden, die für die eigene Gemeinde und die Kindernothilfe verwendet werden sollen.

So traf sich hier so ungefähr das halbe Dorf an diesem Abend. Mit dabei waren auch Marlies und Uwe Hesse, die die Volksstimme im Dorf austragen. Uwe sagte: "Das sind Veranstaltungen, auf denen sich Leute kennenlernen, die sich sonst das ganze Jahr kaum sehen". "Das schweißt die Dorfgemeinschaft zusammen" war die Meinung mehrerer, darunter auch von Christa und Hartmut Schaffrinna, die mit Gisela und Gerhard Schmidt, sowie Lutz Krull zusammen den Abend genossen.

"Hier kommt ja nur noch das Bäcker- und das Fleischerauto und wer da nicht mobil ist, ist arm dran" war eine andere Meinung, die auch mehrfach geäußert wurde.

Aber die Üllnitzer haben sich damit abgefunden und sind ein äußerst fröhliches Völkchen. Das konnte man an diesem Abend nicht übersehen, zumal sie nach jedem Glas Glühwein noch fröhlicher wurden.

Auch für die Kinder war dieser Abend ein Erlebnis. Die siebenjährige Lara Schneider schlüpfte dabei in die Gastgeberrolle. Davon waren die einen nicht vom aufgestellten Trampolin wegzubringen und die anderen nicht vom Apfelpunsch. Außerdem machte es den Kindern großen Spaß, im Halbdunkel auf dem Hof herumzutollen.

Diese Veranstaltungen, die inzwischen zur Üllnitzer Tradition gehören, sollten auf jeden Fall auch in den kommenden Jahren beibehalten werden, war der Wunsch der Teilnehmer.