Atzendorf l Viele Jahre mussten die Atzendorfer auf die Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof des Dorfes warten. Im kommenden Jahr soll dieses wichtige Projekt nun endlich in Angriff genommen werden (Volksstimme berichtete).

Das marode Gebäude soll mithilfe von Fördermitteln für rund 100 000 Euro auf Vordermann gebracht werden. "Im zweiten Anlauf ist der Fördermittelbescheid der Stadt Staßfurt für einen 60-prozentigen Zuschuss positiv vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten beschieden worden", sagte Christian Boos, der von der Stadt Staßfurt als Planer mit der Umsetzung des Projektes beauftragt wurde.

Seine ersten Vorstellungen präsentierte er kürzlich in einer Ortschaftsratssitzung in Üllnitz. "Ich bin eigentlich noch zu früh", sagte Boos und kündigte an, im Februar oder März noch einmal mit seinen Plänen zu erscheinen.

"Die Fassade muss komplett gereinigt werden."

Schon heute stehe fest, dass das ganze Dach neugestaltet werden müsse. Die Pappe müsse runter. An ihrer Stelle sollen Biberschwanz-Dachziegeln zum Einsatz kommen. "Die Fassade muss komplett gereinigt und teilweise ausgebessert werden", sagte Boos. Erneuert werden müssten auch der Sockel sowie die uralten Fenster und Türen. Das betreffe auch den Innenraum, in dem die Tapeten nur noch mit Reißzwecken festgehalten wurden.

Eine Erweiterung der relativ kleinen Trauerhalle, die lediglich bis zu 50 Personen Platz bietet, ist nach Einschätzung von Christian Boos nicht möglich. "Größer können wir sie nicht machen, aber für eine Trauerhalle ordentlich herrichten", sagte er.

"Da hat die Verwaltung Großes geleistet nach einem mehrjährigen Kampf."

"Da hat die Verwaltung Großes geleistet nach einem mehrjährigen Kampf", lobte der FDP-Fraktionschef des Ortschaftsrates, Günter Döbbel, und erinnerte an die langen Diskussionen des Rates mit dem Rathaus. Auch er hatte in den vergangenen Jahren immer wieder eine Sanierung der Atzendorfer Friedhofskapelle angemahnt. Zugleich dankte Döbbel der ortsansässigen Familie Cosic, dass sie in der Trauerhalle Mißstände auf ihre Kosten beseitigt hatte. In diesem Zusammenhang sprach der FDP-Fraktionschef an, dass die Treppe zum Eingang von Gehbehinderten nur schwer passiert werden könne, denn der Höhenunterschied betrage dort 60 Zentimeter. Das müsse unbedingt beim Bau berücksichtigt werden, sagte Döbbel.

Diese Forderung werde mit dem Bau einer Rampe umgesetzt, versicherte Boos.

Für die CDU-Fraktion unterstützte Mathias Cosic das Projekt. "Ich finde es sehr gut und kann es nur begrüßen", sagte der CDU-Politiker.