Was passiert, wenn die Polizei die Puppen tanzen lässt? In Hecklingen können Mädchen und Jungen darauf eine Antwort geben. Sie haben ein Theaterstück der besonderen Art erlebt. Ein kleines Theaterensemble zeigte den Kindern, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern können.

Hecklingen l "Jetzt versucht er die Kinder durcheinander zu bringen, dieser Oberteufel." Polizeioberkommissar Gerald Lutze zeigt auf eine kleine gelbe Bühne. Puppen wirbeln zwischen den Vorhängen hin und her. Ihre Stimmen gehen ins Ohr, mal sprechen sie sehr laut, dann wieder leise. Geleitet werden die kleinen Handschauspieler von drei Leuten. Kerstin Wilhelm ist gelernte Puppenspielerin.

"Wer bekommt schon täglich Applaus für seine Arbeit."

Sie hat das Handwerk studiert, kennt sich sogar mit der Fertigung der Akteure aus. Zusammen mit zwei Beamten der Polizei tourt sie durch Sachsen-Anhalt.

Susanne Ledig und Vincent Woska geben den Puppen mit ihren Händen und Stimmen ebenfalls einen Charakter. Die Arbeit liegt dem kleinen Ensemble sehr am Herzen. "Uns gefällt der Job sehr gut. Wer bekommt schon täglich Applaus für seine Arbeit", sagt Susanne Ledig. Wenngleich hinter einer Aufführung sehr viel Mühe steckt. "Wir müssen sehr viel proben, mehrmals in der Woche", sagt sie. Doch der Aufwand lohne sich. Auch in Hecklingen klatschten Kinder in der Turnhalle laut und lange. Immer wieder wird gelacht, gestaunt, gelernt. Denn das Ansinnen der Polizeipuppenbühne ist es, den kleinen auf spielerische Art zu zeigen, welche Gefahren im Straßenverkehr täglich lauern.In diesem Jahr waren die Handdarsteller der Polizeidirektion Halle mit rund 10 000 Vorstellungen in ganz Sachsen-Anhalt unterwegs. Sechs verschiedene Stücke umfasst ihr Repertoire. Je nach Alter werden die Vorführungen ausgewählt. "Wir betreuen 500 Schulen im Land", berichtet Vincent Woska.

In Hecklingen war der von Gerald Lutze organisierte Auftritt eine Premiere. "Ein besonderer Höhepunkt. Wir freuen uns, dass die Puppenspieler der Polizei das erste Mal bei uns sind", sagt Grundschulleiterin Gudrun Topf.

 

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